Aktiver Tierschutz Steiermark prangert Schächtungen an
Der Aktive Tierschutz Steiermark fordert eine Abschaffung von Ausnahmen vom Betäubungsgebot. Es kommt immer wieder vor, dass Schafe im Zuge von Schächtungen ohne Betäubung getötet werden.

Foto © Reuters/SujetZwei Schafe, die vermutlich zu einer Schächtung gebracht werden sollten, wurden in der Oststeiermark gerettet
Der Aktive Tierschutz Steiermark macht auf Schächtungen aufmerksam, die beim islamischen Opferfest "Kurban Bayrami" (27. - 30. November) auch in Österreich stattfänden. In der Oststeiermark sei es gelungen, die Schächtung zweier Schafe zu verhindern. Dies sei aber die Ausnahme, erklärte Tierschutzobmann Herbert Oster am Freitag in einer Aussendung.
Der Vorfall hat sich in der Nacht auf Freitag in St. Ruprecht an der Raab (Bezirk Weiz) zugetragen. Eine Informantin hatte in einem Auto zwei an den Beinen gefesselte Schafe entdeckt. Die Tiere schienen offensichtlich dafür bestimmt, an einem anderen Ort geschächtet zu werden. Die alarmierte Polizei und der Amtstierarzt schritten ein - die Tiere wurden dem Besitzer abgenommen.
Schlachten ohne Betäubung
Bei der rituellen Tötung würden die Tiere ohne Betäubung durch einen Halsschnitt getötet, was laut Oster einem qualvollen Ende gleichkomme. In Österreich ist das Schlachten ohne Betäubung eigentlich verboten, jedoch sehe das Gesetz eine Ausnahme "aufgrund zwingender religiöser Gebote oder Verbote anerkannter Religionsgemeinschaften" vor. Eine eigene Bewilligung sei zwar notwendig - es müssen eigene Einrichtungen vorhanden sein sowie entsprechende Kenntnisse und ein beauftragter Tierarzt. Dieser Standard, wie er übrigens auch auf EU-Ebene angestrebt wird, werde in der Praxis jedoch nicht eingehalten, behauptet Oster. Im Namen des Tierschutzes fordert er die Abschaffung der Ausnahmegenehmigungen für betäubungsloses Schächten.
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Hintergrund zur Schächtung
Diese Woche, genau vom 27. - 30. November, beginnt wieder das alljährliche islamische Opferfest "Kurban Bayrami", bei dem vermutlich Hunderttausende Schafe und Ziegen zumeist von Laien ohne Betäubung per Halsschnitt umgebracht werden.
In Österreich leben ca. 400.000 Menschen islamischen Glaubens. Aber auch fast 5 Jahre nach Inkrafttreten des Bundestierschutzgesetzes halten sich - sei es "nur" aus Unkenntnis oder aus Gewohnheit - etliche von ihnen nicht an das in Österreich bestehende Betäubungsgebot (§ 32 Abs 3 TSchG) und schlachten Tiere ohne jegliche Betäubung, obwohl dies der Tierschutzorganisation "Animal Spirit" zufolge eine "anachronistische, grausamste Tierquälerei" darstellt.








