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130 Hektar neu aufgeteilt
In St. Margarethen und Studenzen findet eine Flurbereinigung statt.

Foto © BreitlerBürgermeister Johann Glettler und Walter Promitzer bei der Aushebung neuer, flacherer Wassergräben
Hier ein kleiner Streifen, dort ein Dreieck, so sahen über Jahrzehnte hinweg die Grundstücksgrenzen in Zöbing (Gemeinde St. Margarethen) und in Studenzen entlang der Raab aus. Mit diesen unpraktischen Grundstücksformen beziehungsweise dem zersplitterten Grundbesitz ist nun Schluss.
"Wir haben 1988 beim Land um Grundzusammenlegung angesucht", erzählt Landwirt Walter Promitzer, "vor zwei Jahren hat man uns gesagt: Jetzt geht es." Seitdem läuft das komplizierte Verfahren der Flurbereinigung. 40 Grundbesitzer mussten auf einen Nenner gebracht werden, damit die rund 130 Hektar Grundfläche zusammengelegt und dann wieder gerecht auf alle aufgeteilt werden. "Es waren sofort alle dafür", sagt Promitzer.
Ökoflächen
Obwohl alle Betroffenen durch das Projekt an Grund verlieren. "Zwischen fünf und sieben Prozent müssen nämlich als Ökoflächen ausgewiesen werden", so Promitzer. Diese sollen für Vögel und Kleintiere einen Schutzraum darstellen. Entlang der Raab entsteht ein zwölf Meter breiter Streifen als Pufferzone zwischen den gedüngten landwirtschaftlichen Flächen und dem Fluss.
Einen Großteil des 320.000 Euro teuren Projektes schießt das Land zu, aber auch die beiden Gemeinden unterstützen das Vorhaben. Denn die Zusammenlegungen bringen nicht nur den Eigentümern den Vorteil, die Flächen leichter zu bearbeiten zu können. "Das Projekt kommt auch der Umwelt zugute, deshalb leisten wir einen Beitrag", sagt Johann Glettler, Bürgermeister von St. Margarethen. Denn durch die Flurbereinigung seien auch die von den Bauern zurückgelegten Strecken kürzer, was den Treibstoffverbrauch stark verringere.




