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Zuletzt aktualisiert: 08.12.2010 um 05:18 UhrKommentare

Die Steiermark ist der grüne Musterschüler

Der "Grüne Guide" hat mehr als 700 heimische Unternehmen unter die Lupe genommen. In Umwelt- und in Fragen der sozialen Verantwortung ist die Steiermark Vorreiter.

Foto © Fotolia/K.-U. Häßler

Wer Werbung aufmerksam verfolgt, hat den Eindruck, dass Umweltschutz und Nachhaltigkeit bei Österreichs Unternehmen an allen Ecken und Enden Einzug gehalten haben. Waschmittel werden immer "grüner", Lebensmittelketten "energieeffizienter", Milch und Käse "klimaschonender". Aber was ist da dran? Wie nachhaltig sind heimische Unternehmen wirklich und was ist nur "Green Washing", der Versuch also, sich als "grünes" Unternehmen oder Marke zu positionieren, obwohl sonst nichts dahinter steckt?

Mehrfach die Höchstnote

Für den "Grünen Guide" wurden mehr als 700 heimische Unternehmen durchleuchtet. Erfreuliches Ergebnis: Speziell in der Steiermark gibt es viele Unternehmen, die mit fünf "grünen Augen", sprich dem Höchstwert bewertet wurden, wobei jedes grüne Auge für eine Kategorie steht:

Wirtschaftliche Nachhaltigkeit: auf Gemeinwohl und Fairness bedachtes Wirtschaften, ethisch orientierte Investments.

Soziale Nachhaltigkeit: Mitarbeiterförderung, nachhaltige Betriebskultur und -führung.

Ökologische Nachhaltigkeit: Umwelt- und Klimaschutz, Schutz der Gesundheit am Arbeitsplatz.

Umweltverträgliches Kerngeschäft: Reduktion des ökologischen Fußabdrucks, ökologisch nachhaltige Produkte und Dienstleistungen.

Pionierleistungen und Vorbildwirkung: Schaffung von Vorzeigemodellen, Anstoßgeber für Veränderungen von Märkten und Branchen, aktive Markt- und Branchenkommunikation zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz.

An ökologischen Grenzen

"Unsere Gesellschaft stößt an ökologische Grenzen, daher muss sich auch unsere Art des Wirtschaftens grundlegend verändern. Die Steiermark ist in dieser Hinsicht ein Umwelt-Musterland", resümiert Christina Zappella-Kindel, Herausgeberin des "Grünen Guide".

Mehr als 700 Unternehmen wurden detailliert über ihre CSR- ("Corporate Social Responsibility") und Nachhaltigkeitsstrategien befragt, welche konkreten Maßnahmen sie gesetzt haben, wie sie mit Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten umgehen und welchen Stellenwert Umweltaspekte in ihrer Unternehmensstrategie haben. Die Redaktion des "Grünen Guide" analysierte Nachhaltigkeitsberichte, Fakten und Zahlenmaterial. Co-Autor Matthias Schickhofer, 16 Jahre Kampagnen- und Kommunikationsdirektor von Greenpeace: "Noch nie wurde in Österreich das Engagement von Unternehmen in diesem sensiblen Bereich mit solchem Aufwand erhoben."


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