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Neuerfindung des Rads
Alte Mühlräder als Stromquellen.

Foto © FrissenbichlerVom alten Mühlrad zur modernen Stromerzeugung
Der Einfall ist so naheliegend, dass er schon wieder außergewöhnlich ist: Aus alt mach' neu, aus mechanisch mach' elektrisch. Gemeint sind die vielen alten Mühlräder, die an Wasserläufen stehen und längst ohne Funktion sind. Mehrere tausend von ihnen gibt es in der Steiermark. Sie haben Werner Frissenbichler aus St. Kathrein am Offenegg auf eine Idee gebracht: Warum die alten Standorte nicht zur Stromproduktion nutzen? "Das nötige Gefälle ist meistens da und wasserrechtlich muss man nur um eine Wiederinbetriebnahme ansuchen", sagt Frissenbichler.
Der Unternehmer klemmte sich hinter den Schreibtisch, um wirksame Anlagen zu entwerfen, die das Landschaftsbild nicht verändern. Anders als bei herkömmlichen Ausleitungskraftwerken nutzt Frissenbichler zur Stromerzeugung nicht Turbinen, sondern eben Mühlräder. Freilich speziell adaptierte. "Der Einfallswinkel des Wassers muss exakt stimmen. Man sieht dem Rad nicht an, wie viel Mathematik da dahinter steckt", sagt Frissenbichler. Die Investition beträgt etwa einen Euro je jährlich erzeugter Kilowattstunde. Amortisation nach fünf bis zwölf Jahren. Noch heuer will Frissenbichler die ersten Anlagen verwirklichen. Anfragen für "die Ökostromanlage, die wirklich grün ist" gebe es schon. "Das Potenzial ist fast grenzenlos."






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