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Zuletzt aktualisiert: 04.07.2009 um 20:41 UhrKommentare

Schülerinnen schenken uns reine Milch ein

Junge Milchbotschafterinnen sind ab sofort in der Region unterwegs und informieren die Bevölkerung über heimische Qualitätsprodukte.

Die Milchpreise sind wieder im Keller, und die Lage für viele Milchproduzenten ist auch hierzulande dramatisch. "Gerade in diesen schwierigen Zeiten ist es umso wichtiger nach vorne zu schauen und Wege aus der Preismisere aufzuzeigen", betont Johann Reisinger, Kammerobmann für den Bezirk Hartberg. Und da gibt es wohl kaum ein besseres Sprachrohr als die Jugend, "die im Bezirk hochmotiviert ist", wie Reisinger betont. So gibt es neuerdings sechs junge "Milchbotschafterinnen", allesamt Schülerinnen der Fachschule für Land- und Ernährungswirtschaft in Vorau.

Qualität und Herkunftsland. Zwei Botschafterinnen kommen aus Rettenegg beziehungsweise St. Kathrein am Hauenstein. Sie sollen künftig bei Hoffesten und anderen öffentlichen Veranstaltungen die Bevölkerung über heimische Qualitätsprodukte und deren Kennzeichnung informieren. "Konsumenten sollen dazu animiert werden, beim Kauf von Milchprodukten nicht nur auf den Preis, sondern vor allem auch auf Qualität und Herkunftsland zu achten", so Reisinger. Die sechs Botschafterinnen stammen selbst aus Milchkuhhaltenden Betrieben, einige wollen sogar den elterlichen Hof übernehmen. "Durch den Betrieb daheim bekommen wir auch so einiges mit und wissen, wo die Probleme liegen und was wichtig ist", berichten die jungen Frauen.

Milchmarkt durchleuchtet. Ins Leben gerufen hat das Projekt Katharina Maierhofer, Lehrerin an der Fachschule und selbst Milchbäuerin. In umfassenden Recherchen hat sie den europäischen Milchmarkt durchleuchtet und die gesammelten Daten und Fakten zusammen mit ihren Schülerinnen in einer spannenden Ausstellung aufbereitet. "Wir stehen oft wie Blinde vor dem Regal und wissen nicht, wo was drin ist", sagt Maierhofer. Vor allem bei der Kennzeichnung der Herkunft und der Inhaltsstoffe bei Milchprodukten gibt es einige Fallen, wie die Expertin betont. Deshalb sei es um so wichtiger, erkennen zu können, was wirklich heimische Qualität ist.

16 Euro mehr. Ausgerechnet hat Maierhofer auch, wie teuer es den Konsumenten kommt, wäre er bereit, ausschließlich heimische Milchprodukte zu kaufen. "Der durchschnittliche Konsum pro Person und Jahr beträgt 80 Liter. Würde man lediglich auf heimische Molkereiprodukte zurückgreifen, kostet das um 16 Euro mehr im Jahr", so Maierhofer. Weitere interessante Details bietet die Ausstellung in der FS Vorau, die noch bis Schulschluss besichtigt werden kann.


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