Nach Schwelbrand: Steirer in seinem Haus erstickt
Ein 60-jähriger Mann ist in der Nacht auf Mittwoch bei einem Schwelbrand im Bezirk Weiz ums Leben gekommen. Neben dem Herd gelagertes Holz hatte sich entzündet. 64-jähriger Bruder überlebte wegen geschlossener Zimmertüre.

Foto © Scheriau
Eine schreckliche Entdeckung machte Mittwochfrüh kurz vor neun Uhr ein 55-jähriger Obersteirer. Als er seine beiden alkoholkranken Brüder, die in einem alten Bauernhaus in Ratten im Bezirk Weiz wohnen, abholen und in ein Pflegeheim nach Murau überstellen wollte, lief ihm sein ältester Bruder (64), der geistig behindert ist, bereits entgegen: "Es ist etwas Schreckliches passiert." Kurz darauf fand der 55-Jährige seinen toten Bruder (60) in dessen Schlafzimmer.
In der Nacht zuvor dürfte das Opfer gegen Mitternacht den Ofen in der Küche beheizt und sich danach zu Bett begeben haben. Ein Holzstapel und vor dem Ofen gelagerte Holzspäne begannen kurz darauf zu glosen. Das hatten die beiden - laut Polizei alkoholisierten - Männer aber nicht bemerkt. Weil der 60-Jährige im Gegensatz zu seinem Bruder bei offener Tür geschlafen hatte, konnte der Rauch in sein Schlafzimmer eindringen. Der Mann wollte zwar noch das Fenster öffnen, brach aber kurz davor tot zusammen.
"Es gibt keinen Hinweis auf Fremdverschulden, der Mann ist an einer Kohlenmonoxydvergiftung gestorben. Die Leiche wurde bereits zur Beerdigung frei gegeben", sagt Ermittler Harald Stranz vom Landeskriminalamt.








