Weltsprachen im Dorf
Ein Zentrum für Sprache und Kultur soll in Ratten entstehen.

Foto © Ulla Patz
Knapp 1200 Einwohner hat das verschlafen wirkende Dorf Ratten im nördlichen Zipfel des Bezirkes. Ein paar Wirtschaftsbetriebe gibt es und viele Erinnerungen an die gute alte Zeit, als der Tourismus noch auf der Höhe war.
Rosa und Felix Schweighofer können ein Lied davon singen. Anfang der 1970er Jahre bauten sie ein Gästehaus, das heute fast leer steht. Mit einem Sprachenzentrum soll es sich wieder füllen. Das Wiener Übersetzungsbüro "Weltsprachen.at" plant, in ihrem Hause Sprachkurse und -ferien anzubieten. Den Kontakt hergestellt hat Thomas Heim, Vizebürgermeister von Ratten.
Sprachferien. Anbieten will man Sprachferien für Kinder, Intensiv-Sprachunterricht für Studenten aber auch für Private. Mit rund 100 Sprachen könne er aufwarten, sagt Viktor Anders, Geschäftsführer der "Weltsprachen.at". Im Unterricht ist man flexibel - entweder immer mit einem Lehrer oder kombiniert mit Lehrer und Lektionen via Internet.
Viktor Anders erwartet sich eine Auslastung von rund 1500 Schülern/Gästen pro Jahr. Nicht nur Gäste, auch Einheimische sollen in dem Zentrum Sprachen lernen können. Zum Lernangebot soll ein kulturelles Rahmenprogramm in den Kraftspendedörfern kommen. "Direktvermarkter könnten bei einem Rattener Abend ihre Produkte präsentieren", sagt Thomas Heim. Starten will man noch heuer.
Gute Kontakte habe man bereits mit Russland und der Ukraine, sagt Anders. Er erwartet Interesse vor allem im osteuropäischen Raum. Kosten soll ein zweiwöchiger Sprachkurs mit 40 Stunden Unterricht, Nächtigung und Frühstück etwa 1500 Euro.








