Noch ist nichts entschieden
In Neudorf bei Passail wird noch um den Bürgermeistersessel gefeilscht.
Es sind nur noch fünf Tage bis zur konstituierenden Gemeinderatssitzung in Neudorf bei Passail, doch nach wie vor ist nicht fix, welche Partei in den nächsten fünf Jahren den Bürgermeister stellen wird.
Vor fünf Jahren war das einfacher: Die ÖVP verfügte über zwei Sitze im Gemeindevorstand, die FPÖ über einen und die SPÖ über keinen. Für das Vizebürgermeisteramt ließ sich die Sozialdemokratie schließlich zu einer Unterstützung von VP-Kandidaten Josef Reiter überreden.
"Dieses Zuckerl gibt es diesmal nicht", sagt VP-Spitzenkandidat Josef Raith. Denn alle drei Parteien verfügen jeweils über einen Sitz im Vorstand. Doch hofft Raith, dass in Neudorf - wie etwa in Laßnitzthal, aber mit umgekehrten Rollen - die stimmenstärkste Partei den Bürgermeister stellen werde. "Wir können mit allen gut", hält Raith fest.
Dass man mit den jeweils anderen Parteien gut könne, bestätigen auch Günther Harrer (SPÖ) und Johann Schrei (FPÖ). Doch könnten sich auch die beiden kleineren Parteien mit dem Bürgermeisteramt durchaus anfreunden: "Die Chancen stehen fifty-fifty", sagt Schrei. So sei nicht nur eine Unterstützung der ÖVP möglich, sondern auch eine Teilzeitlösung mit der SPÖ. "Wir sind aber nach allen Seiten offen", so Schrei weiter.
Ebenso Günther Harrer: "Es wird mit beiden verhandelt. Im Prinzip ist auch für die SPÖ das Bürgermeisteramt möglich", sagt Harrer. Ob er dieses Amt dann selbst übernehmen werde, stehe aber noch in den Sternen. ROBERT BREITLER








