Ein erstes Rendezvous mit der starken Gitti
Mit einem großen Bagger mitzufahren wünschte sich Lukas Schabernack bei unserer Aktion "Wünsch dir was". Die Mineralwerke Naintsch übertrafen seine kühnsten Erwartungen

Foto © Ulla PatzTrockentraining mit Gittis Bruder, einem riesigen Raupenbagger, in den Werkstätten der Mineralwerke Naintsch am Rabenwald
Dass Gitti so aussehen würde, damit hatte Lukas nicht gerechnet. Groß, schwer, übermächtig stark, mit riesigen Zähnen und mächtigen Armen - eigentlich einem Arm, aber der reicht, wenn dieser unglaubliche Kräfte hat.
Kein Wunder, dass der achtjährige Bub ordentlich beeindruckt ist, als er Gitti zum ersten Mal trifft. Möglich gemacht hatte es die Aktion "Wünsch dir was" der Kleinen Zeitung, bei der Kindern nicht materielle Wünsche erfüllt werden.
Der Naaser Lukas Schabernack hatte sich gewünscht, "einmal mit einem großen Bagger mitzufahren und dabei zu erleben, wie es sich anfühlt, Löcher zu graben und Steine zu versetzen."
Luftige Höhe
Die Naintscher Mineralwerke, die am Rabenwald Talk abbauen, machten es möglich. Dass der Bagger mit dem Namen "Gitti" aber so groß sein sollte, hatte Lukas nicht erwartet. 130 Tonnen schwer ist die Dame im weißen Kleid, ein ausgewachsener Mann kann kaum einen der Zähne an der Schaufel aufheben und die Schaufel selber kann 15 Tonnen fassen. Und groß gewachsen ist Gitti außerdem. "Wenn sie am Bürogebäude vorbeifährt, schaut der Fahrer zu den Leuten im ersten Stock herein", sagt Werksleiter Christian Weber.
Kaugummipapierl
Bevor sich Lukas mit Gitti anfreundet, bekommt er einen Überblick über den Talkabbau am Rabenwald. Er erfährt, dass ihm Talk überall begegnen kann: im Zeitungspapier, in den Plastikteilen der Autos, in Medikamenten oder im Pulver auf dem Kaugummipapier. Diese Schicht sorgt dafür, dass der Kaugummi nicht an das Papier anklebt.
Lukas hat natürlich auch einige Fragen auf Lager. Und weil er so aufgeregt ist, hat er sie auf einem Zettel notiert, um ja nichts zu vergessen. Wie man denn ein Baggerfahrer werden könne, wie groß der Motor eines Baggers ist oder wie schwer die Ketten am Bagger sind, will er wissen.
Den Motor und die Ketten darf er in den Werkstätten selbst untersuchen, in denen der "ältere Bruder" von Gitti wieder auf Hochglanz gebracht wird. Drei Herren der Naintscher Mineralwerke - Werksleiter Christian Weber, Betriebsleiter Christian Leiter und Peter Wiederhofer - und Mama Edith begleiten ihn. Natürlich nicht ohne Schutzkleidung. Denn ohne Helm, Schutzbrille und Gehörschutz, Warnweste und festen Schuhen, die rutschigem Gelände und Minustemperaturen trotzen, geht gar nichts am Betriebsgelände.
Und dann der erste Kontakt mit Gitti, dem riesigen Bagger. Lukas klettert die Leitern hinauf ins Führerhaus und darf dem Fahrer eine halbe Stunde lang über die Schultern schauen. "Das war cool!", sagt er, wieder am Boden, und seine Augen strahlen wie zwei Weihnachtssternchen.
Features
NAINTSCH MINERALWERKE
Die Naintsch Mineralwerke GmbH baut unter anderem am Rabenwald Talk ab und verarbeitet diesen in Feistritz. Jährlich werden 200.000 Tonnen Talk abgebaut, 85 Prozent werden in 60 Länder exportiert.
Talk wird unter anderem in der Papier-, Futtermittel-, Pharma- und Kunststoffindustrie verwendet.








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