Paula sorgt für Sturm auf "Fichtenmoped"-Kurse
Sturmtief Paula zeigte, dass die Feuerwehren mit der Motorsäge besser ausgebildet werden müssen. Das geschieht jetzt - und zwar im Mürztal.

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Als im Jänner 2008 das Sturmtief "Paula" große Schäden in den Wäldern anrichteten, waren auch die Feuerwehren im Forsteinsatz: Straßen mussten von Bäumen freigeschnitten, Verklausungen in Flüssen mit der Motorsäge beseitigt werden.
"Da kam es immer wieder zu Situationen, die gezeigt haben, wie wichtig eine Schulung mit der Motorsäge wäre", erzählt Johann Eder-Schützenhofer, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Freßnitz bei Krieglach und stellvertretender Bezirkskommandant. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits eine Motorsägen-Schulung für den Bezirk Mürzzuschlag organisiert. Gemeinsam mit dem Direktor der "Forstlichen Ausbildungsstätte Pichl" in Mitterdorf, Martin Krondorfer, hat er ein Programm entworfen, in dem an einem Tag Theorie und Praxis mit der Motorsäge vermittelt werden: "Einen Tag hat bald jemand Zeit."
"Im Windwurf hat man keine normalen Schnitte", so Eder-Schützenhofer, "die Bäume sind verspannt und es kann sehr gefährlich werden". Um diese Verspannungen zu simulieren, werden Bäume in eine eigens dafür gebaute Vorrichtung eingespannt, und jeder Kursteilnehmer erlebt, wie das in der Praxis ist. Landesfeuerwehrkommandanten Albert Kern war begeistert von dieser Ausbildung. Jetzt bietet man sie für alle steirischen Wehren an. Über die Landesfeuerwehrschule Lebring werden die Kurse organisiert. 20 Feuerwehrmänner waren schon beim ersten steiermarkweiten Kurs in Mitterdorf/M. Das Interesse ist enorm, so der Initiator: "Bis Jänner gibt es acht Kurse, alle sind schon ausgebucht. Deshalb werden für das kommende Jahr weitere 40 Kurse vorbereitet."









