"Talent, Fleiß und Nervenstärke"
Über einen Teilnehmerrekord beim steirischen Landeswettbewerb "prima la musica" freut sich dessen neuer Chef Robert Ederer.

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GRAZ. Die Vorbereitung auf einen Wettbewerb ist die höchste Motivation", weiß Robert Ederer aus Erfahrung, und leitet daraus die These ab: "Der Weg ist das Ziel". Deshalb freut es ihn außerordentlich, dass der heuer erstmals unter seiner Leitung ausgetragene steirische Landeswettbewerb "prima la musica" mit 545 Kandidaten einen neuen Teilnehmerrekord aufstellt.
Der Administrator der Musikschule Ilz ist seit 2011 der Vorsitzende des Landesfachbeirates "prima la musica" und steirischer Vertreter im Bundesfachbeirats dieses Jugendmusikwettbewerbs. Am Bundeswettbewerb teilnehmen zu dürfen, der heuer zwischen 30. Mai und 7. Juni in Judenburg und Fohnsdorf stattfinden wird, ist das höchste Ziel der zwischen sechs und 19 Jahre alten Teilnehmer am Landeswettbewerb, der vom 2. bis 4. März in Graz ausgetragen wird. Die meisten Kandidaten treten in den Fächern Klavier (59), Violine (56) und Gitarre (32) an, neben den Solisten stellen sich aber auch zahlreiche Ensembles den Juroren.
"Neun meiner Schüler machen mit", erzählt Ederer, der es als Tubist des Bühnenorchesters der Bundestheater bis zum Substitut bei den Wiener Philharmonikern gebracht hat und seit 1998 in Ilz Blechblasinstrumente unterrichtet. "Die Tuba kann schon von Kindern gelernt werden", berichtet Ederer. "Ich wurde mit elf Jahren von der Blaskapelle in Markt Hartmannsdorf zur Tuba gedrängt, weil ich schon damals groß und kräftig war."
Der 37-Jährige ist Musikpädagoge aus Leib und Seele: "Es macht mir große Freude, Kinder für Musik zu begeistern, das Feuer brennt in mir."
Für eine erfolgreiche Wettbewerbsteilnahme seien "Talent, Fleiß und Nervenstärke zu gleichen Teilen" erforderlich, weiß Ederer, und gibt die Parole aus: "Ohne Fleiß kein Preis." Lernen könne man vom Spitzensport: "Ein Mentalcoach ist sehr wichtig, deshalb plädiere ich für eine mentale Ausbildung der Lehrer."
Der Gefahr, dass sich beim Wettbewerb gescheiterte Kandidaten ganz vom Instrument und der Musik abwenden, könne man gegensteuern: "Da kommt es auf die Lehrer und Juroren an. Sie müssen auf sachlicher Ebene die Stärken hervorheben. Sie sollen nicht schulmeistern, sondern beraten."







