Wind im Gesicht und Meersalz im Haar
Manuel Grafenauer produzierte, filmte und schnitt den Windsurfing-Film "Gaining Grounds".

Foto © Katharina Zimmermann?Surfen ist für mich mehr Lifestyle als Training“: Manuel Grafenauer
So romantisch ist es gar nicht, wenn man einen Film produziert. Die geplanten Sommertrips konnte Manuel Grafenauer gleich einmal gegen 15 Stunden Computerlicht pro Tag eintauschen. "Insgesamt hat es von der Idee bis zur Fertigstellung ein ganzes Jahr gebraucht, ,Gaining Grounds' herzustellen", sagt der in Markt Hartmannsdorf aufgewachsene Student.
Eigentlich wird er Sport- und Informatiklehrer, die Fotografie und Filmerei wurde ihm aber quasi schon in die Wiege gelegt, da er schon in frühester Kindheit von der Spiegelreflexkamera seines Vaters fasziniert war. Als er in Wien als Nebenjob Assistent des Wiener Fotografen Stefan Csaky wurde, war das dann die Erfüllung eines lang gehegten Traumes.
Auch das Windsurfen kam weniger zufällig: "Meine ganze Familie praktiziert Windsurfen, dieser Sport entwickelte sich für mich schon früh zur Leidenschaft." Eine Passion mit Folgen.
Beim letzten Worldcup im Mai wurde Grafenauer zweitbester Österreicher, allerdings ist die Profi-Karriere nichts für ihn. "Ich bin immer viel zu nervös vor Contests. Außerdem habe ich herausgefunden, dass es mir hinter der Kamera ebenso viel Spaß macht wie davor. Surfen ist für mich mehr Lifestyle als Training und macht mich so zu dem, was ich bin", erklärt er.
Der Film, der 40 Minuten lang ist und sich mit sieben Surfern an sieben verschiedenen Orten wie Mauritius, Fuerteventura aber auch Wien beschäftigt (www.gaininggrounds.com), zählt im Internet bereits mehr als 23.000 Views. Bei der Weltpremiere in Wien füllte Grafenauers Film einen ganzen Kinosaal und die internationale Szene zeigte sich beeindruckt. "Nicht schlecht für eine Wohnzimmerproduktion über eine Sportart, die in Österreich eigentlich gar nicht wirklich existiert", schmunzelt er.
Zwar ist im Winter quasi Produktionspause, aber 2012 locken den jungen Steirer schon ein paar Folgeprojekte, die unter anderem die Destinationen Namibia, Tahiti und Maui mit einschließen, dort wird er sowohl Surf- als auch Fotoausrüstung dabeihaben.








