Ein Leben für Bedürftige
Seit 33 Jahren hilft Monika Krutzler Menschen in ihrer Umgebung.

Foto © Jürgen FuchsIm März startet Monika Krutzler wieder ihren Benefiz-Flohmarkt
Unruhiger Ruhestand. Eine Bezeichnung, die den Alltag von Monika Krutzler aus Markt Hartmannsdorf nur allzu gut trifft. Seit mehr als 33 Jahren engagiert sie sich für behinderte und notleidende Menschen aus ihrer Umgebung, hilft mit Geld- oder Sachspenden. Zivilcourage ist für die 58-jährige Pensionistin, die selbst mit den Folgen eines Schlaganfalles und zwei Bypass-Operationen zu kämpfen hat, selbstverständlich. Warum? Weil sie selbst einmal die Angst durchlebt hat, von einem Schicksalsschlag betroffen zu sein.
Als 1967 ihre Tochter Michaela zur Welt kam, vermuteten die Ärzte, dass das Kind behindert sei. "Erst nach einem Jahr kam die Entwarnung. In der Zeit habe ich mich intensiv mit dem Thema beschäftigt", erinnert sich die zweifache Mutter. Krutzler begann, Betroffene im Landespflegeheim Schwanberg zu besuchen. Die frühere Sekretärin brachte Süßigkeiten, Zigaretten, auch Barbeträge und vor allem ein offenes Ohr mit: "Diese kleinen Aufmerksamkeiten sind wertvoll."
Im Laufe der Zeit unterstützte sie auch vom Schicksal gebeutelte Familien und Altersheim-Bewohner, die keine Familie mehr haben. Das Geld, das sie für ihre Schützlinge ausgibt, verdient Krutzler bei ihrem wöchentlichen Flohmarkt in Gleisdorf. "Allein in den letzten zwei Jahren habe ich 3500 Euro zusammenbekommen", rechnet sie stolz nach. Bleibt ihr mit Jahresende etwas übrig, wird die Summe aufgestockt und an die Kinderkrebshilfe gespendet: "Wenn jeder ein bisschen auf seine Mitmenschen schaut, kann sich etwas ändern."
Features
Fakten
Monika Krutzler (58) ist pensionierte Sekretärin und lebt in Markt Hartmannsdorf. Sie hat zwei Kinder und zwei Enkelkinder.
Ab März sammelt sie bei ihrem wöchentlichen Benefiz- Flohmarkt in Gleisdorf wieder für ihre Schützlinge. Unterstützt wird sie dabei etwa von ihrem Lebensgefährten Helmut.








