Angriff auf den nächsten Titel
Am Wochenende geht im Lavanttal die Rallye-Meisterschaft weiter. Während Andreas Aigner und Willi Stengg fehlen, hat der junge Oststeirer Daniel Wollinger mächtig aufgerüstet.

Foto © KKTeamchef Jagarinec, Beifahrer Kleibenzettl, Pilot Wollinger (v. l.)
Die Vorfreude des Oststeirers Daniel Wollinger auf die neue Rallyemeisterschaft ist grenzenlos. "Dieses Auto ist ein Wahnsinn", wiederholt der 23-Jährige aus Laßnitzthal bei Gleisdorf unaufhörlich. "Dieses Auto" ist der Citroën DS3, der am Freitag und Samstag im Raum Wolfsberg bei der BP-Rallye seine Österreich-Premiere feiern wird. "Das ist die ganz feine Ware", sagen Wollinger und sein neuer Teamchef Johannes Jagarinec (Jaga-Motorsport) aus Kärnten übereinstimmend. Niemand Geringerer als der siebenfache Weltmeister Sebastian Loeb höchstpersönlich hat an der Entwicklung dieses Fahrzeugs mitgewirkt.
Wollinger ist damit heuer der aussichtsreichste Steirer in der Rallye-Meisterschaft. Ex-PRC-Weltmeister Andreas Aigner ist nicht dabei und lässt wissen, dass er über seine neuen Projekte für 2011 "in Kürze" berichten wird. Und Willi Stengg konzentriert sich auf seine Rolle als Teamchef.
Mit dem sequenziellen Sechsganggetriebe (mit Wippenschaltung am Lenkrad) und 210 PS möchte Wollinger um den Sieg in der Division II der zweiradgetriebenen Fahrzeuge ein kräftiges Wörtchen mitreden. Dass das sehr schwierig wird, zeigt ein Blick auf die Nennliste in Kärnten: Nicht weniger als 51 Piloten sind alleine in dieser Klasse am Start, angeführt von Titelfavorit Hannes Danzinger im Ford Fiesta und Hermann Neubauer (Suzuki), Waldemar Benedict oder Michael Kogler (VW Scirocco).
Der Aufstieg geht weiter
Für Daniel Wollinger ergab sich die Chance, den Boliden zu steuern, weil Jagarinec einen "jungen, aufstrebenden Piloten" gesucht hat. Mit der Empfehlung von drei Titeln in drei Jahren (Fiesta-Trophy 2008, Junioren-Staatsmeister 2009, Dieselwertung 2010) war Wollinger da die logische Wahl.
"Für mich war es die logische Entwicklung, einen weiteren Schritt nach oben zu setzen", sagt der Einzelhandelskaufmann, der sich weiterhin von Beifahrer Martin Kleibenzettl die Kriterien der Strecke vorlesen lässt. Einen ersten Test in Slowenien und das Shakedown im Lavanttal hat Wollinger mit dem neuen Geschoss bereits hinter sich und die Begeisterung ist geblieben: "Das ist kein Spielzeug mehr. Dieses Auto musst du viel aggressiver fahren", sagt er.
Auch Ex-Weltmeister Manfred Stohl (selbst ebenfalls nicht am Start) bescheinigt dem Jaga-Projekt "absolute Siegeschancen". In der Gesamtwertung dürfte Wollinger um die Ränge 15 bis 20 fahren. Ganz vorne führt kein Weg an Serienmeister Raimund Baumschlager (Skoda S2000) vorbei. Patrick Winter versucht, ihm in einem Peugeot S2000 eines italienischen Teams gefährlich zu werden, Beppo Harrach (Sieger der Jänner-Rallye) bleibt bei seinem Mitsubishi Evo IX.
Features
Fakten
BP-Rallye im Lavanttal:
Freitag, 8. April um 15 Uhr, Marktgelände Wolfsberg
Ziel Samstag, 9. April um 17 Uhr







