"Gefährlicher sind die Alten"
Am Ostermontag glühen die Motoren beim Bergrennen in Koglhof.
BERGRALLYE. Den Kirchgang wird Rupert Schwaiger wohl verschieben. Momentan ist die Zeit beim Bergrallye-Ass relativ eng bemessen. Immerhin steht am Ostermontag "sein" Rennen auf dem Terminplan: der Bergrallye-Cup in Koglhof bei Birkfeld. "Den Besuch in der Kirche werde ich nach dem Rennen machen", sagt Schwaiger, "die Aufbauarbeiten sind trotz des Regens zum Großteil abgeschlossen." Ab 9 Uhr heulen die Motoren am Montag im Training, das Rennen ist wie gewohnt für 13 Uhr angesetzt.
Bereits zum 30. Mal werden die Piloten in Koglhof an den Start gehen, zum 25. Mal auf dieser Strecke. "Ich habe vor 31 Jahren mit dem Bergrennsport begonnen und im zweiten Jahr haben wir gleich ein Rennen organisiert", sagt der Porsche-Pilot, der mit zwei Siegen in zwei Rennen bislang brilliert hat.
Ans Aufhören denkt Schwaiger (64) noch lange nicht. "Solange ich vor den jungen Piloten bin, fahre ich", sagt er, "aber gefährlicher sind die Alten. Die haben die besseren Autos." Seiner Automarke hält er schon immer die Treue: Der heckgetriebene Porsche ist ihm fast heilig. Der luftgekühlte Sechs-Zylinder-Boxermotor liefert dank der Hilfe von Sohn Michael stolze 670 PS. "Wir haben einmal überlegt, einen Allrad-Porsche zu bauen, aber das ist von der Karosserie her nicht gegangen."
Auf seiner Heimstrecke sieht er die Trümpfe bei den Piloten mit allradgetriebenen Boliden. "Ich kenne die Strecke zwar auswendig, aber der rutschige Asphalt macht das Rennen zu einem Allrad-Kurs."
Koglhof wird zwar als das "Monte Carlo der Bergrallye" bezeichnet, aber Glücksspiel ist trotzdem verboten und so soll es auch zu keine Wetterlotterie kommen: Laut Vorhersage wird es schön, aber kalt. GEORG MICHL








