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Zuletzt aktualisiert: 02.04.2010 um 20:30 UhrKommentare

15 Euro Preisgeld - das sind Helden

Koglhof bei Birkfeld oder das Monte Carlo des steirischen Bergrallyecups. Nur das Preisgeld ist nicht gerade fürstlich. Dafür regiert die Leidenschaft. Auch am Ostermontag.

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Foto © GEPABeispielbild

Ein Anruf bei Rupert Schwaiger, dem Urgestein des steirischen Bergrallyecups. Seit 29 Jahren gibt es die Rennserie, seit 29 Jahren ist der Oststeirer mit von der PS-starken Partie. Als Fahrer und auch als Veranstalter. In dieser Doppelfunktion tritt er auch am Ostermontag in Koglhof bei Birkfeld (Training ab 9, Rennen ab 13 Uhr) wieder in Aktion.

"Ich bin gerade auf der Strecke", keucht Schwaiger in sein Handy. "Wir müssen diesmal nicht nur 350 Meter Leitschienen montieren. Um für noch mehr Sicherheit zu sorgen, müssen wir diesmal auch noch etliche Betonleitwände aufstellen. Die kommen mit dem Tieflader und haben einige Tonnen an Gewicht", ergänzt der Porsche-Pilot.

Das Monte Carlo des Bergrallyecups

Bei so einer kräfteraubenden Arbeit sollte man für eine Auflockerung sorgen. Also fragen wir den Koglhofer Veranstaltungschef ganz ungezwungen: "Herr Schwaiger, das kurvenreiche Koglhof gilt als das Monte Carlo des Bergrallyecups. Wie fürstlich ist eigentlich das Preisgeld in dieser insgesamt zehn Rennen umfassenden Serie?"

Der Lacher, der auf diese Frage zu hören ist, darf in die Kategorie "ganz einfach herzlich" eingeordnet werden. "Von fürstlich sind wir ganz weit entfernt, unser Preisgeld ist maximal ein Trinkgeld", gewährt Schwaiger Einblick in die streng geheimen Preisgeldlisten. . .

Um die Leser nicht zu verwirren, fassen wir die elf Rennklassen des Bergrallyecups wie folgt zusammen: Der dritte Platz in der kleinsten Motorklasse wird mit 15 Euro belohnt, der Sieger in der "Königsklasse", dort, wo einzelne Boliden schon weit über 100.000 Euro kosten, darf sich immerhin über 190 Euro freuen.

Allerdings gibt es in allen Klassen eine Einschränkung: Sind in einer Kategorie weniger als drei Teilnehmer am Start, wird überhaupt kein Preisgeld ausbezahlt, bei drei oder vier Startern kassiert nur der Sieger, erst ab fünf Teilnehmern dürfen sich alle Fahrer auf dem Siegerstockerl die Hände reiben. Was man bei all diesen Summen nicht vergessen darf: Um bei der Bergrallye überhaupt an den Start zu rollen, müssen die Teilnehmer eine Nenngebühr von 45 Euro entrichten.

"Bei uns regiert das Herz, nicht der Kommerz", lächelt Schwaiger. Was macht der Koglhof-Hausherr, wenn er am Ostermontag in seiner Kategorie die 170 Euro Siegesprämie herausfährt? "Die Mechaniker bekommen ein Essen und ich kann mein Benzin für das Rennen bezahlen", erklärt Schwaiger, warum es beim Bergrallyecup selten zu einem Protest kommt: "Weil in diesem Fall eine Gebühr von 250 Euro zu berappen ist. Eine Berufung kostet gleich 800 Euro."

SIGI PALZ

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