Gleisdorfer Stadtpark: Lärm erbost Anrainer
Die Jugendtreffpunkte im Gleisdorfer Stadtpark rufen Anrainer wie auch Stadt auf den Plan. Nicht nur der Pavillon leidet unter manchen Jugendlichen, sondern auch die Nachbarn des Kinderspielplatzes.

Foto © APANächtlicher Lärm treibt die Anrainer auf die Barrikaden
Bei den meisten Wohnsiedlungen würden sich die Bewohner über einen direkt angrenzenen Kinderspielplatz freuen. Nicht so bei der "Wohnoase am Stadtpark" in Gleisdorf. Dort ist genau der Spielplatz am Stadtparkrand der Auslöser großen Unmuts.
Wegziehen.
"Die Jugendlichen, meist 15- bis 16-Jährige, machen dort massiven Lärm", beklagt Martin Opitz, dessen Wohnung die nächste zum Park ist. "Wenn ich in der Früh mit dem Hund rausgehe, muss ich dann auch noch Acht geben, dass ich mir keine Scherben von den liegen gelassenen Flaschen eintrete", so Opitz weiter. Außerdem vertreiben die Jugendlichen die Kinder von den Spielgeräten. "Wenn es so weiter geht, werde ich wegziehen", zieht er ein Resümee.
Unterschriftenliste.
Um die Stadt zum Handeln zu bewegen, wurde in der Wohnanlage kürzlich eine Unterschriftenliste aufgelegt. "Es haben alle Hausparteien unterschrieben", hebt Opitz hervor, der im neuen Pavillon den Grund sieht, weshalb immer mehr Jugendliche den Kinderspielplatz belagern.
Problem Trampolin.
Als größtes Übel gilt dort das Trampolin. "Die Jungen springen in der Nacht herum und schreien so laut, dass ich geglaubt habe, ich muss ihnen helfen", erzählt Anrainerin Adelheid Schuster.
Mittlerweile ist dieses Problem jedoch "behoben". "Das Trampolin wurde aus Sicherheitsgründen gesperrt", erklärt Bürgermeister Christoph Stark. Es werde wahrschenlich gänzlich abgebaut werden. Obwohl Stark die Sorgen der Anrainer kenne und verstehe, räumt er ein, dass eine Lösung des Problems nur mit Einbindung der Gleisdorfer Jugend möglich sei.
Lösungsansätze.
Donnerstagabend soll ein Gespräch zwischen Jugendlichen und Verantwortlichen der Stadt Lösungsansätze bringen. Nicht nur der Spielplatz, sondern auch der Zustand des Pavillons werde dabei zur Sprache kommen. "Einige Jugendliche haben sich beschwert, dass es im Pavillon so aussieht", erzählt Sandra Niederl vom Jugendhaus Gleisdorf. "Man muss einen Weg finden, dass es allen Seiten passt", schließt Niederl.








