Die Freundschaft ruht für 90 Minuten
Gleisdorf trifft heute (19) auf Deutschlandsberg, Anger empfängt heute (19) Kindberg.
FUSSBALL. Wenn Gleisdorf heute ab 19 Uhr Aufsteiger Deutschlandsberg empfängt, kommt es auch zum Duell zwischen Gleisdorf-Trainer Harald Holzer und seinem Ex-Klub. Bis 2011 betreute der Osttiroler die Weststeirer zweieinhalb Jahre lang, stieg in die Oberliga ab. Und auch wenn der Wiederaufstieg erst im Jahr nach Holzers Abschied klappte, ist er nach wie vor mit vielen DSC-Spielern und -Funktionären befreundet. Für 90 Minuten ruht diese Freundschaft allerdings. "Wir können nachher gerne auf ein Bier gehen und ich lade auch ein, aber die Punkte bleiben in Gleisdorf", sagt er.
Nachdem der Auftakt mit einem 1:1 bei Aufsteiger Zeltweg nur bedingt glückte, möchte der Trainer auch im Angriff mehr Entschlossenheit sehen: "Sich Chancen herauszuarbeiten ist zu wenig." Zudem warnt Holzer vor dem Gegner, der seiner Meinung nach stärker ist als Zeltweg. Er hat den DSC beim 3:1-Sieg über Gleinstätten beobachtet: "Wir dürfen uns nicht spielen. Vor allem in der Offensive haben sie sehr viel Qualität."
Auch nicht spielen sollte sich Anger heute ab 19 Uhr zu Hause, wenn man die vierte Niederlage in Serie im direkten Duell gegen Kindberg verhindern will. "Kindberg liegt uns nicht", sagt Angers Co-Trainer Horst Pfeifer. "Ich kann aber leider nicht sagen, warum wir uns schwertun. Wir waren bei den drei Niederlagen zuletzt aber sicher nicht die Glücklichsten."
Nichts mit Pech oder Glück zu tun hatte die 0:1-Niederlage der Angerer beim Auftakt gegen Aufsteiger Heiligenkreuz. "Das war weniger als nichts. Wir haben uns wie Angsthasen verhalten", meint Pfeifer. "Im Training hat man jetzt aber gemerkt, dass diese Niederlage auch den Spielern wehgetan hat. Die Mannschaft hat Vollgas gegeben und ich hoffe, dass wir das jetzt auch umsetzen."
Positiv auswirken wird sich die Rückkehr von Philipp Lembäcker, der nach einer Verletzung zumindest wieder im Kader steht. "Er macht uns in der Offensive variantenreicher. Wenn ich an das Heiligenkreuz-Spiel denke, kann ich mich ja an keine einzige zwingende Torchance erinnern." MARTIN MANDL
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