Giftschlange lag auf dem Auto
Achtjährige entdeckte Schlange auf dem Auto der Eltern. Die Hornotter aus Kroatien dürfte sich während eines Urlaubes vergangene Woche in den Motorraum geschlichen haben und gelangte so nach Gleisdorf.
1 / 5
Aufgeregt rannte ein achtjähriges Mädchen Montagnachmittag in Gleisdorf zu seiner Mutter: "Auf unserem Auto liegt eine Schlange!" Ungläubig ging die Gleisdorferin zum Skoda Oktavia - und tatsächlich verkroch sich eine 70 Zentimeter lange Schlange im Motorraum. Die Oststeirerin rief die Polizei.
"Ein Beamter hat das Tier teilweise gesehen und richtigerweise erkannt, dass keine einheimische Schlange war", sagt Amtstierarzt Gerhard Kutschera von der Bezirkshauptmannschaft Weiz. Weil unklar war, ob das Tier giftig ist, wurde Werner Stangl vom steirischen Reptilienverein nach Gleisdorf gerufen. "Einen Verdacht auf eine Giftschlange, die sich als harmlose einheimische Schlange entpuppt, gibt es häufig." Schnell war aber klar, dass die Vorsicht angebracht war, handelte es sich doch um eine giftige Hornotter, auch Sandviper genannt, deren Biss für Kinder tödlich sein kann. "Als wir die Motorhaube geöffnet haben, ist die Schlange im oberen Bereich gelegen und hat sich gleich versteckt", schildert Stangl. Mit einer Greifzange konnte er sie herausholen.
Die Hornotter, die in Kleinstpopulationen auch in der Südsteiermark und Kärnten vorkommt, dürfte sich im Kroatienurlaub, von dem die Familie am Donnerstag zurückgekommen war, im Wagen verkrochen haben. "Aufgrund der Zeichnung ist erkennbar, dass das Tier aus Kroatien stammt", sagt Stangl. Derzeit findet die Schlange bei ihm Unterschlupf. Demnächst soll sie aber wieder in ihrer Heimat ausgesetzt werden.









