Binder&Co: Aufbruch statt Einbruch
Während derzeit vielerorts auf die Investitionsbremse getreten wird, ist Binder+Co auf Wachstumskurs. Mit neuer Tochter und Expansionsplänen.

Foto © Jürgen FuchsDie Produktionshalle von Binder&Co
Derzeit vergeht kaum ein Tag, an dem uns nicht eine Konjunkturprognose die diffusen Aussichten für die kommenden Monate unterbreitet. Eine der wenigen Gemeinsamkeiten im verworrenen Prognosenbild: Bei Investitionen stehen viele Betriebe auf der Bremse. Ausnahmen bestätigen in der Regel die Regel. Das zeigt sich am Beispiel der Gleisdorfer Binder+Co AG. Der Aufbereitungs-, Umwelt- und Verpackungstechnikspezialist hat 2011 acht Millionen Euro am Standort Gleisdorf investiert. Und das Investitionsprogramm geht weiter, "wir werden auch in den kommenden zwei Jahren Millionen investieren", bestätigt Vorstand Karl Grabner.
Der Wachstumsbereich Umwelttechnik erhält derzeit eine neue Produktionshalle, die Firmenzentrale wird ausgebaut, zudem hat sich Binder+Co das Nachbargrundstück mit einer stolzen Größe von 22.500 Quadratmetern gesichert - für weitere Wachstumsschritte.
Im Vorjahr wurde das italienische Unternehmen Comec, ein Spezialist für Rohstoffaufbereitung, übernommen. Dieser Tage wurde das Tor in ein völlig neues Geschäftsfeld aufgestoßen, in dem "sehr großes Marktpotenzial" gesehen wird. Mit der Bublon GmbH wurde eine eigene Gesellschaft gegründet, die mittlerweile vierte in der Unternehmensgruppe. Die sogenannte Bublon-Technologie ist ein Verfahren zur Herstellung eines rein natürlichen Basismaterials für Baustoffe mit hervorragenden Dämm- und Isoliereigenschaften. Binnen fünf Jahren, so das Ziel, soll die Gesellschaft die Umsatzmarke von 20 Millionen Euro durchbrechen. Geleitet wird sie von Sigrid Wabnig und Erwin Brunnmair, der bereits im Vorfeld als Bublon-Projektleiter fungierte. In Gleisdorf steht bereits eine Prototypen-Anlage für dieses Verfahren, Kunden ortet Grabner in der Bau- und Dämmstoffindustrie.
Co-Vorstand Jörg Rosegger ist dieser Tage übrigens in China unterwegs, wo nahe Peking noch heuer ein eigenes Binder-Zulieferwerk eröffnet werden soll. Grabner stellt aber klar: "Gleisdorf ist und bleibt unsere Quelle, die wir weiter stärken werden."








