Stefan Koubek als rastloser "Rentner"
Gleisdorf startet am Donnerstag zu Hause gegen Deutsch-Wagram in die neue Bundesliga-Saison. Mit dabei ist auch Stefan Koubek. Der Kärntner spricht über seinen Abschied und die "Kapitänsschleife".

Foto © GEPAStefan Koubek
Es gibt viele Gründe, warum man sich am Donnerstag ins Auto setzen und seinen fahrbaren Untersatz Richtung Gleisdorf pilotieren sollte. Der gewichtigste: Beim hiesigen Tennisklub serviert das Bundesliga-Duell zwischen den Oststeirern und Deutsch-Wagram ab 11 Uhr geballte rot-weiß-rote Tenniskunst. Klingende Namen wie Stefan Koubek, Alex Peya oder Martin Fischer (bei den Gastgebern) sowie Gerald Melzer (aufseiten der Gegnerschaft) versprechen Matches der Kategorie "sehenswert".
Hervorzuheben sei der Auftritt von Koubek, dem einstigen Top-20-Akteur, der sich heuer endgültig von jener Bühne, die für ihn als Profi über ein Jahrzehnt die Welt bedeutete, verabschiedet. Das große "Farewell" steigt am 30. Juli (17 Uhr) am ersten Qualifikationstag des ATP-Turniers in Kitzbühel. Geplant ist eine Charity-Exhibition, deren Erlös Tennistalenten zugutekommt.
Dass Koubek für seinen persönlichen Showdown Freund Roger Federer gerne dabei hätte, ist kein Geheimnis mehr. "Ich habe mit ihm in Paris wieder gesprochen. Ich schätze die Chancen auf sein Kommen gut ein", sagt der gebürtige Villacher. Bereits zugesagt hat Tennis-Clown Mansour Bahrami, mit Marat Safin, Rainer Schüttler und Thomas Johansson sieht's ebenso gut aus, auch Marc Rosset und Goran Ivanisevic sind ein Thema. Sein letztes offizielles Match möchte der 34-Jährige in Wimbledon bestreiten. "Ich habe um eine Wildcard für die Qualifikation und den Hauptbewerb angesucht. Es wäre eine große Ehre für mich, nochmals dort zu spielen."
Und wie steht's mit der Karriere nach der Karriere? Pläne gibt es genug: Bereits fix ist, dass Koubek künftig Kitzbühel-Boss Alex Antonitsch bei der Organisation unterstützt. Und das Thema "Daviscup-Kapitän" ist aktueller denn je. "Ich habe gegenüber ÖTV-Präsident Wolner nochmals mein Interesse bekundet. Es wäre toll, mit Österreich den Einzug ins Weltgruppen-Viertelfinale zu schaffen. Das ist mir in meiner aktiven Zeit ja verwehrt geblieben. Aber ich mache es nur, wenn die Spieler hinter mir stehen und ich jemanden als Co-Kapitän mit an Bord nehmen kann", betont Koubek.







