Opernbesuch und Popcorn
Im Gleisdorfer Dieselkino kann man Opernübertragungen aus europäischen Metropolen erleben.
Sicher, man könnte am Dienstag selbst nach Parma ins Teatro Regio fahren oder fliegen, um sich dort Rossinis "Il Barbiere di Siviglia" anzuschauen. Oder am 6. Juni nach Barcelona, um in der Opera Liceu Mozarts "Le Nozze di Figaro" zu genießen. Man muss aber nicht. Denn im Gleisdorfer Dieselkino gibt's eine Liveübertragung und das um viel weniger Geld.
Seit Jänner 2010 schon bietet das Dieselkino in Gleisdorf als bisher einziges dieser Kinokette in der Steiermark Liveübertragungen aus Opernhäusern an. Möglich gemacht hat dies die Satellitentechnik Intelsat. "Mit 35 Millimeter-Projektoren wäre das nicht möglich gewesen", sagt Robert Lindschinger, Vorführer in Gleisdorf.
Rund einmal pro Monat, zwischen Montag und Donnerstag, wird eine Oper übertragen. Das kann aus oben genannten Häusern, aber auch aus der Mailänder Scala oder der Semperoper in Dresden oder dem Teatro la Fenice in Venedig sein, um nur einige Beispiele zu nennen.
Das Interesse, sagt Lindschinger, sei steigend. "Anfangs wurden die Vorführungen hauptsächlich von Älteren besucht, inzwischen kommen aber auch Jüngere. Die Leute kommen hauptsächlich über Mundpropaganda. Manchmal sind es 50 Leute, wir haben aber auch schon für zehn gespielt."
Eine Karte kostet 22 Euro pro Person inklusive Begrüßungssekt. Um 30 Euro kann man in der Pause einen Opernteller schmausen. Die Sitzwahl ist frei. Die nächste Aufführung ist am 26. April, 20 Uhr, "Il Barbiere di Siviglia" aus Parma.







