Räuberin hatte Tat zuvor "geträumt"
Überfall auf Gleisdorfer Trafikantin war rasch geklärt: Täterin hatte sogar Klebeband mit, weil sie die Frau fesseln wollte. Doch diese wehrte sich.

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Schulden, ja, die hat die 37-jährige Oststeirerin: von einem Hauskauf, wegen der vielen Haustiere, durch ihre Arbeitslosigkeit. Doch einen unmittelbaren Anlass für den Raubüberfall gab es nicht. "Die Frau hat die Tat in der Nacht zuvor geträumt", erfuhr Wolfgang Ofner vom Landeskriminalamt (Raubgruppe) beim Verhör. Dort gab die bisher nicht vorbestrafte Frau zu, weshalb sie am Donnerstag eine Trafikantin in Gleisdorf brutal überfallen und ihr zwei Stangen Zigaretten geraubt hatte.
Traum
Es war ein Traum von einem Trafiküberfall, der die 37-Jährige gegen ein Uhr früh aus dem Schlaf gerissen hatte. Dazu kam ein stundenlanger Streit mit dem Lebensgefährten - bis sechs Uhr früh, währenddessen die Frau gleich zu mehreren Flaschen Bier griff. Kaum war der Lebensgefährte auf dem Weg zur Arbeit, fiel der mittlerweile betrunkenen Frau der Traum wieder ein. Und sie packte dunkle Kleidung, Schal, Brille und auch eine Rolle Klebeband in den Rucksack und machte sich mit dem Bus auf den Weg nach Gleisdorf.
"Mit dem Klebeband wollte die Frau ihr Opfer fesseln, damit sie dann mehr Zeit für den Raub hat", berichtet Ofner. Doch die Gleisdorfer Trafikantin, die die Täterin zuvor noch nie gesehen hatte, wehrte sich mit Händen und Füßen. So war der Überfall nur wenig erfolgreich. Auf der Flucht folgte zuerst eine Passantin der Täterin, im Zuge der Fahndung entdeckte dann Polizeihund "Groll" die Tatjacke und Maskierung in einem Mistkübel und folgte der Spur bis zur Busstation. Dort erinnerte sich wiederum ein Busfahrer, dass eine verdächtige Frau in den Bus Richtung Hartberg eingestiegen war. So wurde die Oststeirerin noch am selben Tag gefasst.
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Bild vergrößernDiensthund "Groll“ brachte Hundeführer Manfred Niederl auf die Spur der RäuberinFoto © Polizei








