Senioren am Zug der Zeit
In der Oststeiermark werden Senioren gesucht, die älteren Menschen zeigen, wie man sein Ticket am Fahrkartenautomaten löst oder sich im Internet Fahrpläne abgestimmt auf die eigenen Bedürfnisse zusammenstellt.

Foto © ÖBBFür viele Senioren ist der Fahrkartenautomat eine Hürde. Die ÖBB wollen nun Mobilitätsberater einsetzen
Seit Anfang Juni haben die Österreichischen Bundesbahnen mit Christian Kern einen neuen Chef. Die Erwartungen an ihn sind hoch. Soll er doch das Unternehmen aus den roten Zahlen herausführen und die Kundenzufriedenheit erhöhen.
In einem ersten Schritt wollen sich die ÖBB in Kooperation mit der Landentwicklung Steiermark in den Regionen Hartberg, Gleisdorf, Fürstenfeld und Feldbach der Pensionisten annehmen und ihnen bei Kartenkauf und Fahrplanauskunft unter die Arme greifen. "Senioren sind eine immens wichtige Zielgruppe", betont Franz Suppan, Regionalmanager im ÖBB-Personenverkehr.
Gestartet wird mit der Suche nach Pensionisten. Diese sollten künftig ältere Menschen bei der Bedienung der Fahrkartenautomaten, beim Ticketkauf per Handy oder bei Onlineabfragen des Fahrplans unterstützen. Suppan dazu: "Wir wollen mithilfe dieser neuen Mobilitätsberater noch besser und vor allem direkter auf unsere Kunden zugehen."
Die Idee zu diesen Schulungen kam, wie Maria Mikulik von der Landentwicklung Steiermark erzählt, vom Agenda-21-Prozess in Gleisdorf: "Bei diesem Bürgerbeteiligungsprozess haben uns ältere Leute mitgeteilt, dass sie Probleme mit der Bedienung von Fahrscheinautomaten hätten." Nach einer Unterredung mit den ÖBB, seien diese gleich bereit gewesen, Schulungen anzubieten.
Barrieren abbauen
Bewerben können sich Interessierte bis 10. September (siehe Info-Kasten). Nach einer eineinhalbtägigen Schulung werden die Mobilitätsberater schließlich auf die Strecke geschickt, um mit Unterstützung von ÖBB-Personenverkehr Steiermark und Landentwicklung älteren Menschen an Ort und Stelle zu helfen. Potenzielle Ansprechpartner sollen in Folge Gemeinden, Pensionistenverbände oder Vereine sein. "Die Mobilitätsberater können uns enorm dabei helfen, bestehende Barrieren hinsichtlich Kartenkauf oder Fahrplanauskunft durch neue Medien wie Internet oder Handy abzubauen", hofft der Regionalmanager.
Für ihre Tätigkeit bekommen die Mobilitätsberater Reisegutscheine und die Senioren-Vorteilscard. Zusätzlich soll jeder ein Mobiltelefon erhalten, damit keine Zusatzkosten entstehen. Der Zeitaufwand - natürlich auch abhängig vom persönlichen Engagement - ist mit zwei bis drei Stunden pro Woche angesetzt.
Features
Kommentar
SO WIRD MAN MOBILITÄTSBERATER
Gesucht werden Senioren, die kontaktfreudig sind und nach Möglichkeit schon Zugang zum Internet haben oder diesem Thema gegenüber aufgeschlossen sind.
Interessierte können sich bis 10. September formlos direkt bei den Bundesbahnen bewerben: ÖBB Personenverkehr AG, Daniel Maas, Europaplatz 4, 8020 Graz bzw. daniel.maas@pv.oebb.at
Für offene Fragen steht Walter Mocnik telefonisch unter der Nummer 0664/960 32 35 zur Verfügung.
Als Entschädigung für ihren Aufwand bekommen die acht oststeirischen Mobilitätsberater jeweils zwei Mal im Jahr Reisegutscheine und die ÖBB-Vorteilscard für Senioren.








