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Zuletzt aktualisiert: 21.05.2010 um 20:16 UhrKommentare

Mehr Schoko in der Krise

Unternehmer konferierten über die Zukunft beim Schokoladengipfel.

Zum "Schokoladengipfel" lud der steirische Lebensmittelcluster "TechforTaste" in das Gleisdorfer Forum Kloster. Dort fand, wie bereits im Vorjahr, die jährliche Zukunftskonferenz mit den 52 Mitgliedern statt. Diese bilden ein Netzwerk von Unternehmen, die innovative Lebensmittelverarbeitung, Lebensmitteltechnologie, -qualität und -sicherheit sowie lebensmittelspezifische Dienstleistungen zu ihrem Schwerpunkt gemacht haben:

Die Frage "Was sind Gemeinsamkeiten des Erfolges von Milka- und Zotter-Schokoladen?" stand heuer im Mittelpunkt. Über Markenstrategien süßer "Kraft Foods"-Marken wie Milka oder Toblerone referierte die Europa-Managerin des internationalen Konzerns, die Dänin Christina Lund Jakobsen, die auf Einladung der Cluster-Geschäftsführerin Eva Gombocz gekommen war. "Innovation ist für Unternehmen, was Sauerstoff für die Menschen bedeutet", meint Jakobsen. Daher kämen auch immer neue, den Bedürfnissen angepasste, Produkte auf den Markt wie zum Beispiel der Riegel als "Schoko to go".

Da Schokolade bekanntlich "glücklich macht" steige der Schokoladenkonsum gerade in der Krise stark an. Vor allem "Milka" sei wieder im Aufwärtstrend und boome ganz extrem. Während Engländer Orangenschokolade und Franzosen die dunkle Schokolade bevorzugen, favorisieren Österreicher Schokoladen mit Nuss. Dem Referat folgte eine von der ORF-Moderatorin Petra Rudolf geleitete Podiumsdiskussion: Dabei outete sich Lund Jakobsen als "Zotter Schokoladenfan". Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann empfahl zugunsten regionaler Produkte die "Geiz ist geil"-Mentalität zu durchbrechen.

Ulrike Zotter als Repräsentantin der mittlerweile international bekannten steirischen Schokoladenmanufaktur meinte, dass Qualität höchste Priorität haben müsse. Das koste zwar mehr, sichere aber auch Arbeitsplätze in der Region. Hans Staud, dessen Gemüsekonserven und Marmeladen zu den feinen Marken Österreichs zählen, hat familiäre Wurzeln in der oststeirischen Kulmregion. Auch in seiner Branche seien Innovationen ein Rezept des Erfolges.

HERWIG HERAN

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