13-Jährige kam von Party auf die Intensivstation
Tragisches Ende einer Geburtstagsfeier in Gleisdorf: Mädchen brach bewusstlos zusammen. Mix aus Alkohol und Medikamenten war schuld.
Jedes Jahr landen rund 150 minderjährige "Alk-Leichen" auf der Kinderklinik am Grazer LKH. Gleich vier waren es in der Nacht auf Samstag - am verlängerten Wochenende schauen offenbar besonders viele Jugendliche zu tief ins Glas. Eine der jüngsten Patientinnen war eine 13-jährige Oststeirerin: Der Mix aus Medikamenten und Alkohol hatten die Schülerin während einer Geburtstagsfeier sogar bewusstlos werden lassen.
Hochprozentiges. Das Mädchen war von einer 15-jährigen Freundin zu deren Geburtstagsparty nach Gleisdorf eingeladen worden - zusammen mit fünf weiteren Gästen im Alter von 13 bis 15 Jahren. Zuerst wurde noch in einem Lokal gejausnet, am Nachmittag im "sturmfreien" Elternhaus der Gastgeberin weitergefeiert. Neben Geburtstagsgeschenken dürften die Jugendlichen dabei sowohl Bier und Wein, als auch Hochprozentiges wie Wodka mitgebracht haben.
Zusammengebrochen. Der 13-Jährigen wurde schon am frühen Nachmittag übel. Sie selbst bat noch ihre Freundinnen, sie sollten die Rettung rufen und sie ins Krankenhaus bringen lassen. Als sie ins Freie ging, um frische Luft zu schnappen, brach die Schülerin dann plötzlich zusammen und war nicht mehr ansprechbar.
Kinderklinik. Die 15-jährige Gastgeberin rief sofort über Notruf die Rettung, das Rote Kreuz schickte umgehend einen Notarztwagen los. Die bewusstlose Patientin wurde stabilisiert und in die Kinderklinik nach Graz gebracht, wo sie auf der Intensivstation behandelt wurde. Dort besserte sich ihr Zustand zum Glück relativ schnell. Untersuchungen ergaben zudem, dass nicht der Alkohol alleine das Mädchen von den Beinen geholt hatte. Die Oststeirerin hatte zuvor vom Arzt verschriebene Medikamente eingenommen, welche die Wirkung des Alkohols verstärkten.
Features
PLÖTZLICHER RAUSCH
Bei Jugendlichen unter 20 Jahren ist das Zentralnervensystem noch nicht ausgereift. Deshalb wirkt der Alkohol viel stärker. Kinder können plötzlich und ohne Vorwarnung umkippen.
Auch das geringe Körpergewicht spielt eine Rolle. Dadurch gibt es weniger Körperwasser, der Alkohol verteilt sich schneller im Blut als bei Erwachsenen.








