Besuch bei den Lebensrettern
Tochter eines geretteten Juden kam zu Familie, die den Vater versteckt hatte.

Foto © PrivatPfarrer Rosenberger, Schneider, Posch, mit der Auszeichnung, die Mutter und Großvater posthum bekamen, Bürgermeister Prem
Anton Posch aus Gersdorf hat für seine Mutter Josefa und für Großvater Rupert Posch im Parlament die Ehrung "Gerechte unter den Völkern" von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer und dem israelischen Botschafter entgegengenommen.
Sie hatten (wie berichtet) vom 9. April bis zum 8. Mai 1945 fünf ungarische jüdische Zwangsarbeiter versteckt und ihnen so das Leben gerettet. Bei Kriegsende wurden alle hungernden Zwangsarbeiter, die bei den Todesmärschen um Brot fragten oder erschöpft waren, erschossen.
Nun besuchte Rhonda Gayle Schneider, Tochter eines geretteten Juden, mit ihrer Familie die Poschs, um zu sehen, wo ihr Vater Joseph Schneider versteckt und beschützt worden war. Bürgermeister Erich Prem und der Ilzer Pfarrer Peter Rosenberger würdigten bei den Familientreffen den Mut der Familie Posch als beispielgebend. Der heute 90-jährige Joseph Schneider hatte bis heuer seine furchtbaren Erlebnisse vor seinen drei Töchtern verschwiegen, damit ihr Leben nicht davon überschattet werde.








