13. Sterzfest auf der Sommeralm
Beim 13. Sterzfest am Sonntag auf der Sommeralm wird wieder am offenen Feuer gekocht. Kilian Höfer aus Gasen ist einer der acht Sterzkocher, die seit dem Bestehen des Festes dabei sind.

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Sterz? Da fragen sie am besten unseren Obersterzkocher", sagt Karin Pötz von der "Holdahüttn". Seit dem ersten Sterzfest auf der Sommeralm ist nämlich der Gasener Kilian Höfer einer der Sterzkocher, die dort Brenn-, Heiden- und Erdäpfelsterz zubereiten.
Bei seiner Arbeit als Forstarbeiter kam der heute 68-Jährige zum Sterzkochen. "Da waren wir von Montag bis Freitag in der Holzknechthütte und haben ein offenes Feuer gehabt und natürlich selber gekocht", erzählt Höfer. Eines Tages wurden er und seine Kollegen gefragt, ob sie nicht beim Fremdenverkehrsfest in Gasen ihre Sterzkoch-Künste unter Beweis stellen wollen. "Und da kochen wir jetzt schon seit 30 Jahren", weiß der Sterzspezialist. Die Partie rund um Höfer, das sind Franz Willingshofer, Sepp Pessl, Peter Schweighofer und Erich Reitbauer, war nun schon viel unterwegs - auf der Kärntner Saualm, bei der Steirerwoche in Wien, beim Apfelstraßenfest in Puch, dem Bauernsilvester in Mürzzuschlag oder eben beim Sterzfest auf der Alm.
"Ursprünglich nicht gegeben"
Im Repertoire hat Höfer den Brennsterz und den Heiden-sterz, aber auch die Variante mit den Erdäpfeln. "Den Heidensterz hat es in Gasen ursprünglich gar nicht gegeben, in der Passailer Gegend schon. Wir hatten hier keinen Buchweizen", weiß Höfer. Das erste Sterzfest war somit auch seine Brennsterz-Premiere. "Auch die Machart ist überall anders. Manche kochen den Teig vorher in Wasser, brennen ihn also ab", erzählt er weiter.
Früher war es üblich, den Sterz zum Frühstück zu essen. "Zum Kaffee oder zur Milch, sonst aber auch mit Schwamm- oder Rahmsuppe", berichtet er über einstige Essgewohnheiten. Ob die Sterzkocher beim Sterzfest am Sonntag("Holdahütt'n", Sommeralm, 11 Uhr) wie im Vorjahr rund 100 Kilogramm Mehl brauchen werden, das wird sich heute zeigen. Und den Eiersterz? Den macht die Wirtin.
Features
Sterzrezepte
GRUNDZUTATEN: 1 kg Mehl (Brennsterz) 1 Löffel Salz 20 dag Schweinefett kochendes Wasser
Buchweizenmehl (Heidensterz) Erdäpfel (Erdäpfelsterz)
ZUBEREITUNG: Mehl, Salz und Wasser vermengen, bis ein fester, "sterziger" Teig entsteht.
Das Schweinefett in der Pfanne heiß werden lassen und den Teig darin ausbacken und zerteilen. Für den Brennsterz wird herkömmliches Weizenmehl verwendet, beim Heidensterz wird es jedoch durch Buchweizenmehl ersetzt.
Erdäpfelsterz
Für einen Erdäpfelsterz presst man gekochte Erdäpfel in den Brennsterzteig.
Wie Sterz-Kenner Kilian Höfer aber weiß, sind die Zutatenmengen und die Zubereitung oftmals reine Gefühlssache.
Eiersterz
... oder auch Kaiserschmarren
ZUTATEN: 1/2 l Milch, 4 Eier, 25 dag Mehl Salz, Schmalz
ZUBEREITUNG: Milch und Eier verquirlen, eine Prise Salz zugeben und Mehl einrühren, bis der Teig dickflüssig ist. Dann die Masse in Schmalz in der Pfanne backen. Tipp von Karin Pötz: Nicht mit Schmalz sparen!








