Eine Ruh' für die Kuh
Unabhängiger Bauernverband lud zur Diskussion nach Birkfeld ein.
Als "Diskussion mit den Kandidaten aller Fraktionen zur Landwirtschaftskammerwahl 2011" war die Veranstaltung angekündigt worden, zu der der "Unabhängige Bauernverband" (UBV) in den Birkfelderhof in Birkfeld eingeladen hatte. Davon aber war man weit entfernt, wie sich für die rund 70 Gäste, die gekommen waren, zeigen sollte.
Am Podium nahm neben den vier (!) Kandidaten des UBV, der zehn Prozent erreichen will, der Hartberger Kammerobmann Johann Reisinger für den Bauernbund Platz. Anna Maria Brunnegger von den SPÖ-Bauern und Anton Töglhofer von den Freiheitlichen Bauern saßen zwar im Publikum, zogen es aber vor, auch dort zu bleiben und sich an der Diskussion nicht zu beteiligen.
Die Diskussion selbst blieb unaufgeregt. Die Vertreter des UBV beklagten, sie fühlten sich von der Bauernkammer - und damit auch vom Bauernbund, der mit überwältigender Mehrheit in der Kammer vertreten ist - nicht vertreten. Reisinger verteidigte die Arbeit der regionalen Funktionäre. Einzig am Thema "Reaktion auf Angebot und Nachfrage bei der Milchproduktion" spitzte sich die Diskussion zu. Reisinger meinte, Bauern könnten nicht sofort reagieren und weniger produzieren. Anton Almer widersprach: "Ich steh' seit 40 Jahren hinter der Kuh, mir braucht keiner was zu erzählen. Die Kuh wär' sogar froh darüber", sagte er.








