Unterm Tisch, auf der Leiter und am Boden
Wenn derzeit auch viele urlauben und sich erholen: Die Schule kommt auch in den Ferien nicht zur Ruhe. Von Heinzelmännchen, fleißigen Bienen und einem völlig auf den Kopf gestellten Gebäude.

Foto © APA (Sujetbild)
Weder parkende Autos, noch offene Fenster. Wie in Schlaf versetzt wirkt das BORG Birkfeld dieser Tage. Doch bei einem genauen Blick fällt etwas auf: Da brennt Licht! Und plötzlich erkennt man durch die Eingangstür ein Heinzelmännchen, das mit einem Kabelbund in der Hand aus seiner Werkstatt läuft.
Fleißig
Drinnen ist der Gang fast ganz verstellt: Tische, Sessel, Bilder, Pflanzen und - mittendrinnen - ein Putzwagerl. Schon dröhnt das sausende Geräusch des Staubsaugers in den Ohren. Karin Lieberberger reinigt in der Bibliothek den Teppichboden. Im benachbarten Raum taucht das Gesicht von Schulwart Rupert Maier zwischen Kabelsalat und Bildschirmen wieder auf: Im Informatikraum wird umgekrempelt. Der Schulwart steckt mitten in der Arbeit rund um die neue Verkabelung der Computer.
Die Augen finden ihren Weg entlang der Wand bis in das nächste Stockwerk, wo Josefa Hödl am Werk ist. Ganz oben fängt die Decke den Blick ein. Die ist im Gebäude des BORG und der Polytechnischen Schule Birkfeld völlig anders: Einmal hoch, dann nieder, gewölbt, eckig und dann wieder ganz gerade - eine ganz besondere Dachkonstruktion, die sich Architekt Wolfgang Kapfhammer in den 80er-Jahren ausgedacht hat. Kein Wunder, dass sich hier eine Leiter an die andere reiht, wenn es darum geht, die Lampen und Projektoren von ihren Staubschichten zu befreien. "Die Decke in der Aula nehmen wir uns nur alle paar Jahre vor, da steht dann immer einer auf dem Gerüst, das aufgebaut werden muss", erzählt Hödl.
Putz-Gehilfin
Verirrt man sich dann wieder über die Stiege hinunter, an den großen Topfpflanzen vorbei bis zum Konferenzzimmer, sieht man schon Gerti Hagenauer, wie sie den Putzlappen schwingt -einmal über den Tisch, dann einmal über die Kaffeemaschine. Sie hat auch eine Gehilfin: Zur Unterstützung hilft heuer eine Ferialpraktikantin, die die Gemeinde dem fleißigen Reinigungspersonal einige Wochen lang zur Verfügung stellt.
Wenn die Klassen dann wieder eingeräumt und alle Spuren verwischt sind, ist es auch für Rupert Maier, Karin Lieberberger, Josefa Hödl und Gerti Hagenauer so weit: Dann dürfen sie sich einen Urlaub gönnen. So können sich Schüler und Lehrer auf ein neues Jahr freuen - nämlich mit einem schnelleren Computernetzwerk, einer sauberen Bücherei, blitzeblanken Gängen und durchgeputzten Klassenzimmern.








