Neue Weichenstellung
Vier Leaderregionen und ein Projekt: Die Feistritztalbahn soll zum Themenzug werden und Mitreisenden die regionale Vielfalt näherbringen.
Ein klares Bekenntnis zur Feistritztalbahn geben vier oststeirische Leaderregionen ab: Die Energieregion Weiz-Gleisdorf, das Almenland, das Oststeirische Kernland sowie das Joglland unterstützen das Projekt "100 Jahre Feistritztalbahn". Denn im kommenden Jahr feiert die Schmalspurbahn ihr 100-jähriges Bestehen.
"Es geht hierbei um eine touristische Neuausrichtung", erzählt Projektinitiator Wolfgang Berger von der Leaderregion Oststeirisches Kernland. "Es handelt sich also um kein Infrastrukturprojekt. Kern des Projekts sind vielmehr die Genussregionen der Oststeiermark: der Almo, der oststeirische Apfel, das Weizer Berglamm und die Pöllauer Hirschbirne." Eine solche touristische Aufwertung des Zugs in Verbindung mit den Regionen würde sich direkt anbieten.
Themenzug
"Wir planen einen Themenzug", so Berger weiter. Jede Genussregion würde dabei durch einen eigenen Waggon präsentiert. "Dort könnten etwa auch Spezialitäten der einzelnen Regionen angeboten werden", sagt Berger.
Was die Finanzierung des mit 250.000 Euro veranschlagten Projekts angeht, liegt derzeit ein Projektantrag beim Land Steiermark. "Da es sich um ein Projekt mehrerer Leaderregionen handelt, soll es ein Bundesprojekt werden mit einem höheren Fördersatz", so Berger weiter. Mittlerweile hat der Bund auch schon grünes Licht gegeben, der Ball liege nunmehr beim Land: "Ich möchte nicht vorgreifen, aber es schaut recht gut aus", so Berger. Er hoffe auf eine Zusage bis Anfang September.
Das hofft auch Christian Faul, einer der Geschäftsführer der Feistritztalbahn: "Ich bin guten Mutes. Es sieht sehr, sehr gut aus", sagt Faul. Aber es gebe auch schon weitere Projekte, wie etwa einen Kinderzug am Birkfelder Bahnhof, ein eben erst umgebauter Radwaggon mit Platz für 40 Fahrräder oder auch "Kultur unter Dampf". Bei letzterem wird der Zug am 18. September zum Ausstellungsraum. "Es gibt viele Initiativen für ein neues Erscheinungsbild", freut sich Faul, "alles fürs 100-Jahr-Jubiläum 2011."








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