Alter Zug mit neuem Schwung
In den nächsten Jahren soll die Feistritztalbahn neu durchstarten. Bis 2013 werden dafür 400.000 Euro investiert.
Wir haben geglaubt, wir träumen", freut sich Christian Faul, Weizer Gemeinderat und einer der beiden Geschäftsführer der Feistritztalbahn. Was ihn ins Land der Träume versetzt hat, ist die fixe Zusage für die Förderung des Projekts "100 Jahre Feistritztalbahn".
Bis 2013 sollen insgesamt rund 280.000 Euro an Landes-, Bundes- sowie EU-Mitteln in die touristische Neuausrichtung der historischen Zugverbindung zwischen Weiz und Birkfeld fließen. Zusätzlich müssen dafür auch 120.000 Euro an Eigenmitteln investiert werden. "Wir haben schon einige Vorzusagen zum Beispiel von Weiz, Birkfeld und der Kleinregion Anger", erzählt Faul. Und er hoffe, dass diesmal "sozusagen in Vertretung des Kaisers die Ortskaiser dazuzahlen", lacht Faul und spielt damit direkt auf den Bau der Bahnstrecke vor fast 100 Jahren an. Damals wurde vom kaiserlich-königlichen Eisenbahnministerium ein Baukostenzuschuss zugesagt, der jedoch nie ausbezahlt worden ist.
Überregional
Von der Neuausrichtung der Bahn sollen aber nicht nur die Orte, die an der Zugstrecke liegen, sondern alle angrenzenden Regionen profitieren. "Eine Besonderheit ist daran, dass sich vier Leaderregionen - das Almenland, die Energieregion Weiz-Gleisdorf, das Joglland und das Oststeirische Kernland - daran beteiligen", hebt Neo-Nationalrat Michael Schickhofer hervor. Daher wurde vom Land ein erhöhter Fördersatz bewilligt.
"Wir reden dabei aber nicht davon, dass mit den Förderungen die Tunnel oder die Brücken saniert werden", erklärt Wolfgang Berger, Geschäftsführer des Kernlandes und Projektverantwortlicher, "vielmehr soll ein Themenzug entstehen, der die oststeirischen Genussregionen präsentiert." Ein reiner Genussregionenzug soll es aber trotzdem nicht werden, auch andere Projekte hätten durchaus Platz, so Berger. So soll die Bahn nahtlos mit dem Radwegekonzept vereinbar sein. "Für die Abwicklung werden wir eine professionelle Projektbegleitung engagieren", sagt Berger.
Auch für Sepp Pangerl, ehrenamtlicher Betriebsleiter der Feistritztalbahn, ist diese neue Entwicklung "ein wichtiger Meilenstein für die Zukunft der Bahn". Was genau dabei realisierbar ist, wird sich bald zeigen. Denn im kommenden Jahr feiert die Schmalspurbahn ihr 100-jähriges Bestehen. Und bis dahin sollen bereits einige der geplanten Vorhaben umgesetzt sein.








