Ohne Rauch ging es nicht
Nach einem Monat als Nichtraucherlokal ließ ein Kaffeehaus in Anger einen Raucherbereich einbauen - wegen massiver Umsatzeinbußen.

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Entsprechend dem Auftrag des Gesetzgebers entschied sich Mario Reinisch, Besitzer des Café Esprit in Weiz und Anger, ab 1. Jänner sein Kaffeehaus in Anger als Nichtraucherlokal zu führen. Es wäre das erste in der Region Anger.
Schon am ersten Arbeitstag 2009 begannen sich vorher nicht gekannte Probleme zu häufen. Uneinsichtig gab sich ein Großteil der Gäste, wenn es um das neue Nichtraucherschutzgesetz ging. "Trotz Aushangs einschlägiger Artikel das Nichtraucherschutzgesetz betreffend gab es immer wieder heftige Diskussionen der Gäste mit den Mitarbeitern", sagt Reinisch. Auch der vor dem Lokal aufgestellte Aschenbecher wurde ignoriert, mit der Begründung: Wenn ich vor dem Lokal rauchen muss, gehe ich nicht hinein.
Ein Getränk. "Die Aufenthaltsdauer der Tagesgäste verkürzte sich durch das Rauchverbot auf nur ein Getränk", erzählt Geschäftsführerin Michaela Reitbauer. Viele der Stammgäste blieben überhaupt aus. "Das Abendgeschäft war praktisch nicht mehr vorhanden, ich hätte um 20 Uhr zusperren können", so Reitbauer weiter.
Umsatzrückgang. Die Folge war ein Umsatzrückgang von mehr als 30 Prozent sowie der Verlust vieler Stammgäste. "Wir mussten uns etwas einfallen lassen", so Mario Reinisch und Michaela Reitbauer. Anfang Februar wurde deshalb eine Zwischenwand aus Glas eingezogen, um so einen eigenen Raucherbereich zu schaffen. Der Großteil der Räumlichkeiten samt Theke blieb allerdings weiterhin Nichtraucherbereich. "Der Umbau war natürlich mit erheblichen Investitionen verbunden", sagt Reinisch. Doch scheint sich der Aufwand auszuzahlen: Das Abendgeschäft läuft langsam wieder an und die Diskussionen über das Rauchverbot hörten fast vollständig auf.









