Bürgerversammlung zur Gemeindefusion in Ludersdorf
Bürgerversammlung in Ludersdorf: Mehrheit ist für Eigenständigkeit.

Foto © MANDL Der Andrang in der Volksschule Flöcking war groß, die Unsicherheit gegenüber der Gemeindefusion auch
Mit wem wird Ludersdorf-Wilfersdorf fusionieren? Wird es überhaupt, oder bleibt es doch alleine? Bürgermeister Franz Klinkan lud zu diesem Thema zu einer Bürgerversammlung in die Volksschule Flöcking. Neben Information sollten auch die Bürger zu Wort kommen.
Schnell wird klar, dass es wenig zu informieren gibt. "Wir wissen nichts und das Land weiß leider auch nicht, was es will", schickt Klinkan voraus. "Ich kann nur sagen, dass die Zusammenlegung in unserer Region von langer Hand geplant ist." Es werde zu einer Fusion kommen. Laut Klinkan gehe es nur darum, in welcher Form. "Wozu sitzen wir dann eigentlich hier, wenn schon alles fix ist?", fragt ein Herr aus der dritten Reihe, die gerade vorhin noch die erste war - der Andrang ist riesig. Zwei zusätzliche Sesselreihen mussten aufgestellt werden, damit jeder sitzen kann. Schon vor der Veranstaltung waren Zettel ausgeteilt worden, auf denen die Bürger Folgendes ankreuzen konnten: Ludersdorf bleibt alleine, fusioniert mit einer oder mehreren Gemeinden oder gleich mit Gleisdorf, Albersdorf, Hofstätten, Labuch, Laßnitzthal, Nitscha und Ungerdorf (siehe Bild). "Wenn sich aus dieser Befragung ergibt, dass wir eigenständig bleiben sollen, werden wir darum kämpfen", meint nicht nur der Bürgermeister. Sogar von einer Verfassungsklage würde man im Ernstfall nicht zurückschrecken, sagt er.
Tatsächlich zeichnet die Umfrage ein klares Bild: 85 Prozent der Anwesenden sprechen sich für die Eigenständigkeit aus. "Diese Umfrage war einfach einmal dazu da, um uns einen ersten Überblick über die Stimmung zu verschaffen", sagt Klinkan. Wie es nun konkret weitergehen wird, das kann er heute noch nicht genau sagen.








