"Der Aufstand hat sich doch gelohnt"
Josef Hirt, Stubenberger Touristiker, hält Streit mit Regionalverband für ausgestanden. Mit Hierzi sei "beharrender" Faktor weggefallen.

Foto © Thomas PilchJosef Hirt
Wie ist die Stimmung nach dem Streit mit dem Regionalverband?
JOSEF HIRT: Es war eine Phase mit viel Unruhe. Aber jetzt herrscht ein offenes Klima.
Hat sich der Aufstand gelohnt?
HIRT: Ja. Die Fixkosten des Regionalverbandes sind gesenkt, die 4-3er-Verbände haben jetzt mehr Geld.
Trug der Wechsel an der Spitze des Regionalverbandes zu einer Lockerung der Atmosphäre bei?
HIRT: Sicher. Gerwald Hierzi hatte eine sehr beharrende Art, gewisse Veränderungen wären schwer möglich gewesen. Unter Eva Pataki zeigt der Regionalverband mehr Offenheit und Bereitschaft zu Kooperation.
Blieben Narben vom Streit?
HIRT: Wir sind professionell genug, das jetzt zur Seite zu stellen.
Wie ist das Verhältnis der sieben hauptamtlichen Tourismus-Geschäftsführer der Oststeiermark untereinander?
HIRT: Sehr gut. Wir treffen uns alle vier Wochen und stimmen die Marketing-Agenden ab. Auch der Regionalverband ist dabei.
Hat sich mit diesem "Geschäftsführer-Clubs" nicht die Befürchtung bewahrheitet, die Ortsverbände kämen unter die Räder?
HIRT: Es ist jedem unbenommen, einen 4-3er-Zusammenschluss zu bilden. Das Land wünscht sich das bekanntlich.
Wo können die kleinen Ortsverbände jetzt noch mitreden?
HIRT: Sie werden über den Regionalverband über die Aktivitäten informiert. Auf Sicht werden sie alle eine Fusion zu größeren Einheiten andenken müssen.
Stubenberg ist Teil der Genussregion, des Herzlandes und der Leader-Region Kernland. Verwässert das nicht die touristische Marke Apfelland?
HIRT: Nein. Das dient großteils der Verwaltungsvereinfachung. In der Auslage steht nur das Apfelland.












