Personalrochaden im Gemeinderat
Während in Gleisdorf heuer schon fünf der 25 Gemeinderäte wechselten, ist Weiz Hort der Stabilität. Ein Rundblick durch die Gemeinden und warum es nicht leicht ist, politisch Engagierte zu finden.

Foto © HeiglIn Gleisdorf wechslten die Gemeinderäte heuer bereits öfters
Als vergangene Woche im Gemeinderat von Gleisdorf die Angelobung eines neuen Gemeinderatsmitgliedes auf dem Programm stand, meinte Bürgermeister Christoph Stark nur: "Das ist schon fast Sitte, dass sich der Gemeinderat verändert." Immerhin handelte es sich bei der Angelobung von Grün-Gemeinderat Josef Gauster bereits um die fünfte im heurigen Jahr. Insgesamt hat sich seit den Wahlen 2005 die Zusammensetzung des Gleisdorfer Gemeindeparlaments sieben Mal verändert.
Umstellungen. Obwohl man in Gleisdorf somit wohl die meisten Umstellungen im Gemeinderat in Kauf nehmen musste, gab es auch in anderen Gemeinden des Bezirks zahlreiche Personalrochaden. So sind innerhalb der vergangenen zweieinhalb Jahre in Sinabelkirchen fünf und in St. Margarethen an der Raab vier Mandatare aus der Gemeindevertretung ausgeschieden. Die Gründe dafür sind mannigfaltig. Meist handelte es sich jedoch um private Gründe.
Zeitaufwändig. Dass das Klima innerhalb des Gemeinderates zum Rücktritt so mancher Abgeordneter geführt hätte, wird durchwegs von den Gemeinden verneint. Angesprochen auf die hohe Fluktuation im Gemeinderat seiner Stadt antwortet Christoph Stark: "Die Arbeit im Gemeinderat ist sehr zeitaufwendig und quasi fast ehrenamtlich." Das mache es nicht unbedingt einfach, Menschen zu finden, die sich auf längere Zeit
für kommunale Aufgaben engagieren.
Ende der Skala. Am anderen Ende der Skala befinden sich beispielsweise Krottendorf, Mitterdorf an der Raab oder Weiz. Hier treffen sich nach wie vor dieselben Mandatare wie nach den Wahlen von 2005.Auf die Frage, ob er dafür ein Geheimrezept habe, erklärt der Weizer Bürgermeister Helmut Kienreich: "Bei uns sind alle gesund und politisch sehr bemüht. Auch haben wir uns erst bei der letzten Wahl stark verjüngt." Bei der Suche nach Freiwilligen für die Mitarbeit im Gemeinderat zeigte sich aber, dass es vor allem schwierig sei, Frauen dafür zu finden.











