Totale Vernetzung gegen Hagel
Der Automobilsektor entdeckt mehr und mehr die Vorzüge des Hagelnetzes. Davon profitiert auch der Marktführer Landring Weiz.

Foto © APATotale Vernetzung gegen Hagel
Im Apfelland sind Hagelnetze schon lange nicht mehr wegzudenken. Vom Frühjahr bis in den Spätherbst sind sie Teil des Landschaftsbildes. Die dunklen Bahnen, die große Teile des sanften Hügellandes abdecken, gelten als eines der besten Mittel gegen Hagelschäden.
Auf diese Technik setzen mittlerweile nicht nur Obstbauern und Gärtner, auch in der Automobilindustrie und im Autohandel finden Hagelnetze Anwendung. "Unsere wichtigste Kundengruppe ist aber nach wie vor die Landwirtschaft", hält Elisabeth Egger vom Landring Weiz, einem der größten Hagelnetzanbieter Europas, fest.
Netze und Folien.
"Wir decken in der Obstwirtschaft ungefähr 1000 Hektar jährlich mit Netzen und Folien ab, bei Abstellflächen für Autos waren es bisher insgesamt rund 60 Hektar", veranschaulicht Geschäftsführer Alfred Passath den Unterschied.
In der Automobilindustrie geht es jedoch um andere Werte. "Auf einem Hektar rechnet man in der Obstwirtschaft im Schnitt mit einem Wert von 10.000 Euro", rechnet Passath vor. Bei einem der letzten Aufträge am Autosektor wurden in Stuttgart zwar "nur" 7000 Quadratmeter Stellfläche mit Netzen bedeckt, doch passen an die 250 Fahrzeuge unter die Kunststoffbahnen. "Die Autos, die dort lagern, sind nur neue Nobelkarossen von Mercedes Benz für exklusive Leihwagenservices - für Politiker oder andere wichtige Delegationen", erzählt Passath. Pro Fahrzeug müsse man mit einem Wert von ungefähr 60.000 Euro rechnen, so Passath. Macht auf einem Hektar rund 15 Millionen Euro.
Schutz gegen Vogelkot.
Große Vorteile bei der Überdachung mit Netzen seien neben dem direkten Schutz gegen Hagel auch die Tatsache, dass man fast nie eine Baubewilligung brauche. "Auch sind die Netze für Autos dichter gewebt und wirken somit auch gegen direkte Sonnenbestrahlung und Vogelkot", hebt Elisabeth Egger hervor.
Über eine mangelnde Auslastung kann man sich beim Landring nicht beklagen. "Sowohl in der Schweiz wie auch bei Mercedes Benz in Deutschland gibt es größere Folgeaufträge", so Passath zufrieden.












