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Zuletzt aktualisiert: 24.10.2007 um 06:55 Uhr

Marko-Steinbruch: Betreiber erklären Vor- und Nachteile

Für Emotionen sorgt der geplante Marko-Steinbruch am Wolfsattel. Besitzer und Geschäftsführer über ihre Sicht der einzelnen Aspekte.

Gegen den Steinbruch spricht unter anderem eine Gefährdung des Wassers

Foto © APAGegen den Steinbruch spricht unter anderem eine Gefährdung des Wassers

Eine Anrainerinitiative und auch die Stadt Weiz stellen sich gegen den von Ihnen geplanten Steinbruch am Wolfsattel. Von Feinstaub, mehr Verkehr, Gefährdung des Trinkwassers und nicht zuletzt der Zerstörung des Landschaftsbildes wurde gesprochen.
PETER ZÖTSCH: Beim geplanten Trichterabbau erfolgt die Arbeit im Berginneren, Staub ist daher kein Thema, denn in der Tiefe geht kein Wind. Dasselbe gilt für den Lärm, da wird es kaum Belästigung geben. Auch werden nicht mehr Lkw durch die Stadt fahren, denn das Gestein kommt über einen Tunnel ins bestehende Werk.
HAGEN TEMMEL: Mehr Verkehr gibt es dann, wenn etwa Schotter für den Winterdienst von weit her geschafft werden muss.

Thema Landschaftsbild?
DIETER CHRISTANDL: Rund um den Trichter ist Wald, das wird niemals so stark zu sehen sein wie ein Wandabbau. Und was das Wasser betrifft, laufen derzeit noch Untersuchungen.

Wie wird untersucht?
ZÖTSCH: Mit Lebensmittelfarbe gefärbtes Wasser wird in Bohrlöcher gepresst. Innerhalb von eineinhalb Jahren wird bei den Quellen untersucht, wo und in welcher Konzentration das Wasser austritt. Wir haben uns dafür bewusst viel Zeit genommen.

Gibt es Alternativen, sollte das Projekt scheitern?
CHRISTANDL: Wir haben am Ende der Weizklamm beim Standort Wenger Abbaurechte. Aktivieren wir diesen, sind die Anrainer, die sich jetzt wehren, mehr betroffen als vom Wolfsattel-Projekt.

Wären Arbeitsplätze beim Platzen des Projektes gefährdet?
CHRISTANDL:
Sicher.

Aber es gibt ja die Alternative.
ZÖTSCH: Die Alternative ist vage und das ganze Prozedere müsste wieder von vorne beginnen.

Wie sieht der Zeitplan aus?
ZÖTSCH: Da ist immer die Rede davon, wir könnten schon 2008 starten. Das ist Unsinn, mit dem Abbau könnte man frühestens in sechs bis acht Jahren beginnen. Frühestens in einem Jahr haben wir die Genehmigungen. Untersuchungen laufen unter anderem zum Grundwasser, zu Pflanzen, zur Land- und Forstwirtschaft, Klima, Boden, Luft, Jagd, Lärm, Tiere, Fledermäuse, Höhlen, Siedlungsraum, Archäologie und Rekultivierung.

Wieviel investiert Marko in das Projekt?
CHRISTANDL: Rund 12 Millionen Euro - auch zum Vorteil der regionalen Wirtschaft. Am 9. November werden wir in Naas das Projekt vorstellen.


Fakten

Das Projekt sieht den Abbau von Kalk vor, eine Umwelt-verträglichkeitsprüfung (UVP) läuft bereits. Die Kosten werden mit mehreren Millionen Euro beziffert. Der Abbau könnte schon 2008 starten.

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