SpatenstichFernwärme Weiz baut Heizwerk aus

Am Standort Preding entsteht eine dritte Biomasse-Heizanlage um 3,2 Millionen Euro. Damit wird es auch in Zukunft keine Engpässe in der Versorgung geben.

Der Spatenstich für das neue Kesselhaus der fernwärme ist erfolgt © KK
 

Schon seit mehr als 40 Jahren gibt es in Weiz eine Fernwärmeversorgung. 1976 wurde die erste Fernwärmeleitung vom damaligen Werk Weiz der Elin zum Elin-Restaurant („Casino“) an der Ecke Radmannsdorfgasse/Europa-Allee verlegt. 1997 wurde dann das Werk Süd in Preding errichtet, das 1999 um eine 4,8 Megawatt-Biomasse-Heizanlage ergänzt wurde. Mittlerweile zählt die Fernwärme Weiz GmbH zu den größten Biomasse-Fernwärmeversorgern in Österreich. Fast 70 Prozent der Weizer Haushalte werden CO2-neutral mit Wärme aus nahezu 100 Prozent biogenen Brennstoffen versorgt.

Jetzt wurde es nötig, das Fernwärmenetz abermals zu erweitern. Nach einjähriger Planungsphase wurde am Montag der Spatenstich für eine weitere 8-Megawatt-Biomasse-Heißwasseranlage am Standort Preding getätigt. Dadurch kann die Vorlauftemperatur an den kältesten Tagen auf bis zu 120 Grad erhöht werden. Über die bereits existierenden Leitungen kann so rund 60 Prozent mehr Energie übertragen werden und weitere Kunden können gewonnen werden.

Bereichsleiter Gerd Holzer sprach bei der Eröffnung Foto © KK

Die Investition beläuft sich auf rund fünf Millionen Euro, wobei das neue Kesselhaus 3,2 Millionen kostet. Rechtzeitig zur neuen Heizperiode soll alles bereits im November dieses Jahres fertig sein."Wir haben schon so viele Kunden, dass es heuer im Winter schon einmal knapp geworden ist mit der Versorgung. Das wird in Zukunft nicht mehr der Fall sein", sagte Bürgermeister Erwin Eggenreich. "Wir haben eine riesige Nachfrage, denn es ist alles aus der Region, ökologisch gut und wir halten den Preis niedrig."

Kommentieren