Dornfinger-Spinnen sind im Vormarsch
Eine Oststeirerin vermutet, zwei Exemplare der giftigen Dornfinger-Spinne in ihrer Küche entdeckt zu haben. Die Tiere sind mittlerweile auch in der Ost- und Südweststeiermark heimisch geworden.

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Die Spinnen saßen bei mir in der Küche. Ich reagierte sofort und steckte sie in ein Glas", berichtet Sandra Radoncic aus Merkendorf von ihrer Begegnung mit den Dornfinger-Spinnen.
Spinnenangst. Die giftigen Tiere traten im Vorjahr erstmals prominent in Erscheinung, als ein Linzer Mediziner von einem Dornfinger in die Hand gebissen wurde. Diese schwoll nach dem Biss extrem an und färbte sich bald schwarz-violett. Ein Bub reagierte allergisch, als er beim Fußballspielen gebissen wurde. Auch in Köflach-Pichling wurde ein Exemplar in einem Haus entdeckt. Daraufhin grassierte in den Medien die Spinnenangst. Mit dem Winter und dem Erfrieren der Spinnen fror auch das Interesse am Thema.
Dem Internet sei Dank. Doch gerade in der südlichen Steiermark sind die Spinnen gar nicht mehr so selten. Sandra Radoncic hat ihren Fund anhand des Internet identifiziert. "Gar nicht so einfach", gibt Christian Komposch vom Ökoteam in Graz zu bedenken. "Selbst mit der besten Literatur wäre es für einen Laien fast unmöglich, die Spinne zu erkennen, da die Vielfalt an Spinnen in Österreich zu groß ist", meint der Zoologe Komposch.
Kein Grund zur Panik. "Wenn es sich tatsächlich um einen Dornfinger handelt, ist aber Vorsicht geboten", warnt Komposch und sagt weiter, dass auch heuer keine Entwarnung gegeben werden kann. "Die Spinne fühlt sich südöstlich der Alpen besonders wohl, vor allem während der heißen Jahreszeit", weiß Komposch. Grund zur Panik besteht aber nicht. Die Wahrscheinlichkeit, gebissen zu werden, ist gering. Die Tiere sind nachtaktiv und verlassen ihren Lebensraum - naturnahe Wiesen - kaum. Die Spinne beißt nur zu, um sich zu verteidigen. An sich haben Spinnen mehr Angst vor Menschen, als diese vor ihnen.











