Birkfeld und FloingZwei Wirtschaftsgebäude brannten völlig nieder

Zwei Wirtschaftsgebäude, eines in Birkfeld und eines in Floing, fingen Feuer. Zehn Feuerwehren mit mehr als 250 Feuerwehrleuten waren im Einsatz. Die Schäden sind enorm.

Das brennende Wirtschaftsgebäude in Piregg © FF Koglhof
 

Gleich zu zwei Großbränden kam es im Bezirk Weiz in der Nacht von Donnerstag auf Freitag: Sowohl in Piregg (Gemeinde Birkfeld) als auch in der Gemeinde Floing brachen in Wirtschaftsgebäuden Feuer aus.

Der Schaden ist bei beiden Brandorten enorm. Mehr als 250 Feuerwehrleute aus dem Bezirk waren bei den Löscharbeiten im Einsatz.

In Birkfeld wurden die Feuerwehren Gasen, Birkfeld, Miesenbach und Strallegg Donnerstagabend gerufen: In einem Wirtschaftsgebäude in Piregg (Gemeinde Birkfeld) ist Feuer ausgebrochen. Rund 150 Feuerwehrleute mit 19 Fahrzeugen kämpften bis in die Nacht gegen die Flammen. Im Laufe der Nacht konnte schließlich "Brand aus" gegeben werden.

Tiere gerettet

Den Brand hatte der Sohn des Eigentümer entdeckt und sofort die Einsatzkräfte verständigt. Der Familie gelang es gemeinsam mit Nachbarn das Vieh aus dem Gebäude zu retten. Die Löscharbeiten gestalteten sich für die rund 150 Feuerwehrleute als äußerst schwierig: Einerseits wüteten während des Einsatzes in der Gegend weiter schwere Gewitter, andererseits musste das Löschwasser mittels Löschfahrzeugen im Pendelverkehr bzw. von einem weiter oben liegenden Löschbehälter zum exponiert liegenden Gehöft gebracht werden. "Zuerst hat es so ausgesehen, dass es auch einen leicht verletzten Feuerwehrmann gibt. Dem ist jetzt aber doch nicht so", berichtet der Birkfelder Hauptbrandinspektor Franz Reithofer.

Während das Wirtschaftsgebäude nicht mehr gerettet werden konnte, schafften es die Feuerwehrleute, ein Übergreifen der Flammen auf das direkt daneben stehende Wohngebäude zu verhindern. Die im Wirtschaftsgebäude eingestellten landwirtschaftlichen Geräte - zwei Traktoren, ein Hubstapler, ein Hoftraktor, ein Forstanhänger sowie Güllefässer etc. - wurden vollständig zerstört. Der Sachschaden ist enorm, die genaue Höhe ist derzeit noch unbekannt. Ausgelöst hat den Brand ein technischer Defekt, der Schaden beläuft sich auf mehrere hunderttausend Euro.

Brandfotos: Wirtschaftsgebäude brannte lichterloh

Der Bauernhof liegt recht exponiert.

FF Koglhof

Das Wirtschaftsgebäude war nicht mehr zu retten.

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Nur zwei Stunden später entdeckte der 19-jährige Sohn eines Landwirts in Floing, dass das Stallgebäude brannte. Sofort wurde die Feuerwehr alarmiert. Noch bevor sich die Flammen weiter ausbreiteten, konnten die Feuerwehrleute die sieben Stiere, zwei Kälber und zwei Hasen in Sicherheit gebracht werden.

Gleich fünf Feuerwehren - Floing, Anger, Puch, Oberfeistritz, Viertelfeistritz, Weiz - mit mehr als 100 Leuten mit 16 Fahrzeugen waren bei diesem Brandeinsatz im Dienst. Die Flammen griffen sogar das direkt angeschlossene Wohnhaus über, weshalb dieses teilweise abgedeckt werden musste, um die Zwischendeckenbrand zu löschen. Ein weiteres Ausbreiten des Feuers konnten unterbunden werden.

Das Wirtschaftsgebäude brannte schließlich bis auf die Grundmauern nieder - mit ihm auch mehrere landwirtschaftliche Gerätschaften wie ein Mähwerk, ein Heuwender oder auch ein Güllefass. Um 3 Uhr Früh konnte "Brand aus" gegeben werden.

Am Freitag suchte die Feuerwehr nach Glutnestern. Vor allem müssen die Siloballen überprüft werden. Da das Betreten des Gebäudes wegen Einsturzgefahr äußerst gefährlich ist, muss eigens ein Teleskopgreifer die Ballen aus dem Gebäude heben.

Sowohl der anfangs vermuteter Blitzschlag, als auch eine technische Brandentstehungsmöglichkeit konnten als Brandursache ausgeschlossen werden. Die weiteren Ermittlungen wurden von der Brandgruppe des Landeskriminalamts Steiermark übernommen. Der entstandene Sachschaden dürfte sich auf mehrere Hunderttausend Euro belaufen. Der 19-jährige Sohn musste wegen Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung ins LKH Weiz eingeliefert werden.

Brandfotos: Wirtschaftsgebäude brannte total ab

Mehr als 100 Feuerwehrleute bekämpften den Brand in Floing.

FF Puch/Weiz
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So sah es am Tag nach dem Brand in dem Bauernhof aus.

FF Puch/Weiz
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