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Zuletzt aktualisiert: 03.08.2007 um 05:49 Uhr

Apfel und Wein lassen länger leben

Gute Luft? Jeden Tag ein Glas Wein? Oder vielleicht doch einen Apfel? Ganz einig sind sich unsere Bürgermeister nicht, warum die Bewohner in manchen Orten steinalt werden.

Sind die Äpfel der Grund für das hohe Alter?

Foto © APASind die Äpfel der Grund für das hohe Alter?

In manchen Gemeinden gibt es Bewohner, die über 100 Jahre alt sind, in anderen werden die Leute nicht einmal 90. So kommt die älteste Dame des Bezirkes mit ihren stolzen 103 Jahren aus Oberrettenbach, während die älteste Hirnsdorferin "nur" 87 Jahre alt ist.

Es liegt an den Genen. Ein Zufall oder liegt das Alt werden in manchen Gemeinden in der Luft? "Hauptsächlich liegt es an den Genen, dass Menschen so alt werden", findet Gottfried Reisinger, Bürgermeister von Oberrettenbach, eine eher wissenschaftliche Erklärung.

Im Wein liegt Alter. Friedrich Wachmann, Bürgermeister der Gemeinde Hirnsdorf, in der die "jüngste Älteste" lebt, glaubt da eher an Zufall: "Es ist gerade ein ungünstiger Zeitpunkt. Wir hatten in der Gemeinde auch schon Leute, die knapp vor dem 100. Geburtstag gestorben sind", sagt er. Umwelteinflüsse oder andere äußere Faktoren seien aber auf keinen Fall Schuld daran, dass die Gemeinde Hirnsdorf zur Zeit nicht einmal mit einem Einwohner über 90 aufwarten kann. "Vielleicht haben die Leute früher einfach mehr Wein getrunken? Das ist ja in Maßen auch gesund", mutmaßt Wachmann schließlich.

Der älteste Bewohner. Gerade einmal zwei Jahre mehr, nämlich 89, zählt der älteste Bürger der Gemeinde Stenzengreith. Doch auch Bürgermeister Albert Glettler hat eine recht plausible Antwort dafür anzubieten: "Wir sind eine kleine Gemeinde, da ist es statistisch gesehen nicht so häufig, dass einmal jemand ein so hohes Alter erreicht", sagt er.

Stressiger Süden. Rupert Gutmann, Bürgermeister von Albersdorf, schiebt es hingegen dem Stress in die Schuhe, dass er mit seiner ältesten Einwohnerin nur im unteren Drittel des Gemeindevergleichs liegt: "Im Süden ist es einfach hektischer als in den nördlicheren Gemeinden. Die Menschen haben mehr Stress und sterben deshalb wahrscheinlich früher", vermutet er.

Zu jung? Franz Neuhold, Bürgermeister der Gemeinde Feistritz bei Anger, nimmt's dagegen fast persönlich, dass die älteste Bewohnerin seiner Gemeinde "nur" 91 Jahre alt ist: "Vielleicht bin ich als Bürgermeister ja zu jung dafür?", lacht er.

Wir wollen es genau wissen. Die Gemeinden mit den ältesten Bewohnern des Bezirkes wollen hingegen ganz genau wissen, warum das so ist. Gleisdorfs Bürgermeister Christoph Stark zum Beispiel ist überzeugt: "Es liegt natürlich an der liebevollen Betreuung im Bezirkspensionistenheim!"

Äpfel über alles. Sein Amtskollege Johann Zöhrer aus Puch bei Weiz sieht das Lebenselixier - wie könnte es anders sein - in den Pucher Äpfeln: "Bei uns werden die Menschen so alt, weil sie gute Luft einatmen und vor allem viele Äpfel essen", sagt Zöhrer. Peter Schiefer, Bürgermeister von Nitscha, hat eine nicht weniger interessante Theorie: "Dass die Leute so alt werden, liegt selbstverständlich am guten Bürgermeister!", lacht er.

KATHARINA ZIMMERMANN

Altersunterschied

Die älteste Bewohnerin des Bezirkes ist bereits 103 Jahre alt und lebt bei ihrer Familie in Oberrettenbach.

Neben ihr gibt es noch drei weitere Damen über 100, sie wohnen in Neudorf, Ludersdorf und Birkfeld.

Die ältesten Männer des Bezirkes sind 99 und leben in Preßguts, Mortantsch und Passail

Die "jüngste Älteste" lebt in Hirnsdorf und ist schon mit 87 Jahren die Älteste in ihrer Gemeinde.

Auch in Stenzengreith, Albersdorf und Feistritz sind die Ältesten "nur" zwischen 89 und 92.

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