Indianer in Mitterdorf
Im oststeirischen Wald entsteht ein Independent-Film über Indianer.

Foto © APA
Seit einer Woche herrscht nachts im Wald des Landwirts Karl Flasser in Pichl (Gemeinde Mitterdorf an der Raab) reges Treiben. Gestalten huschen durch den Wald und auf einer Waldlichtung sorgen Scheinwerfer für ungewöhnliche Helle.
Hinter all dem steckt ein Filmteam, bestehend aus Professoren der HTL Ortwein aus Graz und ehemaligen "Ortwein-Schülern". Hier im Wald drehen sie Szenen eines abendfüllenden Spielfilms mit dem Namen "Muxe". Nach dem international erfolgreichen Film "Das Flüstern des Mondes" ist dies bereits das zweite Projekt dieser Art.
Wenig zu erkennen.
"Das ,Flüstern des Mondes' hat die Independent-Filmszene, die unhabhängig von Hollywood agiert, begeistert. Auf deren Anregung haben wir das Filmprojekt in Angriff genommen", schildert Regisseur Michael Satzinger.
Vom Waldstück in Pichl wird man im Film aber nur wenig erkennen. Denn die Lichtung verwandelt sich elektronisch zum Innenraum eines Museums. Dort wird das Leben eines Indianerstammes dargestellt. Es werden Schaustücke gezeigt und die Geschichte des Stammes erläutert. Dazwischen führt ein Brettersteg zum Wigwam, wo Titelheld Muxe wacht. Er ist ein "Two-Spirit"-Indianer. Und genau von deren Problematik handelt dieser Film.
Schienen.
Um die Szenen besser einfangen zu können, baut das Kamerateam professionelle Schienenstrecken ins Gelände. Einer der beiden Kameraleute ist Thomas Unger aus Pichl, der an der HTL Ortwein maturiert hat. Über ihn ist man auch auf den Drehort Pichl gekommen.
Nach den Szenen in Mitterdorf, die morgen abgedreht werden, übersiedelt das Team zum nächsten Drehort nach Golling und dann weiter nach Graz.













