Großregion findet nur wenige Anhänger
Im Bezirk Weiz wollen zwei neue Regionen am Förderprogramm "Leader Plus" teilnehmen. Der Vorschlag vom Land Steiermark, eine Großregion vom Pöllauertal bis ins Raabtal zu bilden, stößt auf wenig Gegenliebe.

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Eine wahre Erfolgsgeschichte ist die Entwicklung des Almenlandes Teichalm-Sommeralm. Von einem infrastrukturell schwachen Gebiet, das von Abwanderung bedroht war, entwickelte es sich innerhalb eines Jahrzehnts zur absoluten Vorzeigeregion.
Ein Grund dafür ist das von der EU initiierte Leader-Plus-Programm. Dieses zielt auf die Entwicklung des ländlichen Raums ab. Um in dieses Förderprogramm aufgenommen zu werden, müssen sich Regionen zu so genannten Leader-Aktionsgruppen (LAG) zusammenschließen, wie dies die zwölf Almenland-Gemeinden gemacht haben.
Kernland.
Im Bezirk Weiz gab es bisher zwei Gebiete, die an "Leader Plus" teilnahmen: das Almenland und das Joglland. Da heuer eine neue Förderperiode startet, die bis zu drei Mal so viel Fördermittel zur Verfügung stellt, als in der vorhergehenden Periode, versuchen weitere Regionen aus dem Bezirk Weiz, in das Leader-Programm aufgenommen zu werden.
Unter dem Titel "Oststeirisches Kernland" möchten sich die Regionen Kulm, Apfelland-Stubenbergsee und das Pöllauertal zu einer LAG zusammenschließen. "Unser Leitbild ist inhaltlich ziemlich fertig", erzählt Josef Hirt vom Tourismusverband Apfelland-Stubenbergsee von den Vorbereitungsarbeiten, "die drei Schwerpunktbereiche werden Tourismus und Kultur, Landwirtschaft und Kommunales sein."
Energieregion:
Auch in der Energieregion Weiz-Gleisdorf ist man bereits seit geraumer Zeit am Planen. "Wir werden uns natürlich über die Energie definieren", sagt der Weizer Bürgermeister Helmut Kienreich. "Dabei geht es einerseits um Forschung und Entwicklung am Energiesektor, aber auch um Lebensenergie", führt Wolfgang Braunstein von der Gesellschaft für Absatzförderung, die das Projekt begleitet, näher aus.
Noch könne aber keine der beiden neu einreichenden Regionen Genaueres sagen. Einerseits müsse das Leader-Programm von der EU abgesegnet werden, andererseits entscheidet auch jede Gemeinde für sich selbst, ob sie an diesem Projekt teilnehmen will.
Entscheidend für den Erfolg der Projekte ist aber die Beteiligung von Wirtschaftstreibenden aus der Region. Denn jede Förderung aus dem Leader-Topf erfordert eine gleich hohe Investition von privater Hand.
Zusammenschluss:
Das Kernland und die Energieregion möchten in Zukunft bei Einzelprojekten enger zusammen arbeiten. Doch im Gegensatz zu Gerald Gigler (siehe Interview auf der rechten Seite), dem Leader-Beauftragten des Landes, habe man nicht vor, als eine gemeinsame Region um die Teilnahme an Leader Plus anzusuchen. "Die Regionen haben sich gefunden", sagt Christoph Stark, Bürgermeister von Gleisdorf. "Kleinere Leader-Aktionsgruppen sind handlungsfähiger als große!"












