Weiz verfügt über zwei AMS-Stellen
Im Bezirk Weiz gibt es nicht nur ein Arbeitsmarktservice in der Bezirksstadt. Schon seit den 30er-Jahren hat auch Gleisdorf ein "Arbeitsamt".

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Was im Bezirk Weiz bereits seit Jahrzehnten zum Alltag gehört, stellt steiermarkweit eine Besonderheit dar. Mit Weiz und Gleisdorf verfügt man hier über zwei Vollgeschäftsstellen des Arbeitsmarktservice (AMS). Der einzige steirische Bezirk, wo es ebenfalls eine zweite Vollgeschäftsstelle gibt, ist Liezen - immerhin mit Abstand der flächenmäßig größte Bezirk der Steiermark. Diese besteht aber erst seit Herbst 2004.
1983 eröffnet.
"In Gleisdorf wurde bereits im November 1938 ein Arbeitsamt eröffnet", erklärt der Wirtschaftshistoriker Robert Hausmann, "es wurde als übergeordnetes Hauptamt für die gesamte Oststeiermark geführt". Nach Auskunft der AMS-Landesgeschäftstelle in Graz zog sich das Aufgabengebiet bis ins südliche Burgenland. Dieses war während der NS-Zeit Teil der Steiermark.
Wichtigkeit der Geschäftsstelle.
Allein an den damals Beschäftigten ist die Wichtigkeit der Geschäftsstelle Gleisdorf zu erkennen, waren in den Anfangsjahren immerhin mehr als 100 Mitarbeiter beschäftigt. "Heute arbeiten hier 17 Beschäftigte", so Geschäftsstellenleiter Gottfried Walter. Nur die Landesgeschäftsstelle in Graz hatte einen ähnlich hohen Beschäftigtenstand.
Im Kloster.
Der Standort des Arbeitsamtes veränderte sich ebenfalls. "Nachdem das ehemalige Dominikanerinnenkloster von der NS-Verwaltung beschlagnahmt worden war, zog in den südlichen Teil des Gebäudes das Gleisdorfer Arbeitsamt ein", erzählt Siegbert Rosenberger, ehemaliger Schuldirektor und Lokalhistoriker in Gleisdorf. Dort blieb die Geschäftsstelle bis 1959. "Dann erwarb die Bundesgebäudeverwaltung die ehemalige Bahnhofsrestauration, wo das AMS heute noch ist", so Rosenberger. Auch dieses Gebäude verfügt über eine lange Geschichte. "Sogar Kaiser Franz Joseph soll in diesem Haus abgestiegen sein", erzählt Gottfried Walter.












