Keine leichte Entscheidung
Aus 36 eingereichten Vorschlägen für das Gleisdorfer Erinnerungsdenkmal wählte eine Jury drei für die Entscheidung der Stadt aus.

Foto © APDie Projekte befassten sich mit den Todesmärschen tausender Juden
Beeindruckt blickt Johann Crillovich auf die insgesamt 36 Exponate: "Ich bin überrascht, dass junge Leute so reife und tiefe Gedanken haben. Das stimmt mich zuversichtlich für die Zukunft", sagt Zeitzeugin Crillovich und bringt damit gut das Motto des Gleisdorfer Projekts "Zukunft braucht Erinnerung" zum Ausdruck.
Hohe Kreativität. Als Mitglied der Jury, die einen Dreiervorschlag für die Realisierung des Gleisdorfer Friedenszeichens und Mahnmals erarbeitete, fiel Crillovich die Entscheidung nicht leicht. Alle eingereichten Modelle und Skizzen setzten sich laut Juryurteil nicht nur inhaltlich gut mit dem Thema auseinander, sondern zeigten hohe Kreativität und Innovation.
Seit Jänner arbeiteten Schülerinnen und Schüler in den Gleisdorfer Schulen die Geschichte der "Todesmärsche" tausender Juden im Jahr 1945 auf. Daraus entwickelte sich ein Wettbewerb mit 36 Einreichungen - allesamt vom Gymnasium Gleisdorf.
Drei Finalisten. Besonders erstaunt war Historiker und Juror Heimo Halbrainer, dass die drei Siegerexponate von Schülerinnen und Schülern der vierten beziehungsweise fünften Klasse stammen. "Ich habe gedacht, die Schüler wären älter", gesteht Halbrainer. Sein Favorit wurde schließlich erstgereiht: das Projekt von Sabina Mahr. "Der Weg der Weltkugel nach oben ist zwar mühsam, man soll es aber trotzdem wagen", erläutert Moderator Christian Ehetreiber das Siegerprojekt.
Welches der drei Exponate realisiert wird, entscheidet die Stadt Gleisdorf. Wenn es der Platz zulässt, was laut Jury auf alle drei Projekt zutrifft, soll das Denkmal zwischen dem Gleisdorfer Rathaus und dem neuen Servicecenter errichtet werden.













