Teure Kanalbenützung auf der Teichalm
Teichalmbewohner müssen um bis zu 100 Prozent mehr für die Benützung der Kanalisation bezahlen als die restlichen Bewohner von Fladnitz. Das BZÖ setzt sich nun für die Betroffenen ein. Falls nötig vor Gericht.

Foto © APADas BZÖ will, falls nötig, vor Gericht gehen
Bereits seit den 90er-Jahren gilt die Abwasserentsorgung auf der Teichalm als Zankapfel - sei es die Errichtung einer Kläranlage auf der Alm oder die unterschiedlichen Kanalgebühren innerhalb von Fladnitz.
Höhere Kosten. Obwohl im vergangenen Jahr die Teichalm ins Kanalnetz des Abwasserverbandes Passail aufgenommen wurde, haben sich die Probleme nicht geändert. Weiterhin zahlen die Almbewohner viel höhere Kanalanschluss- und Benützungsgebühren als die Einwohner im Tal.
Unterstützung. Seit gestern zieht das Thema nun weitere Kreise: BZÖ-Landesparteiobmann Gerald Grosz sagte den Almbewohnern seine Unterstützung zu. "Die höhere Anschlussgebühr ist ungerechtfertigt und ohne Rechtsgrundlage", stellt Grosz fest. Noch heute werde er den ehemaligen Justizminister Dieter Böhmdorfer in dieser Angelegenheit als Anwalt beauftragen. Falls die Gemeinde Fladnitz kein Umdenken zeige, werde man sich auch an die Volksanwaltschaft wenden.
Einheitliche Gebühren. "Auf der Alm zahlt ein Vier-Personen-Haushalt im Jahr 1222,21 Euro an Gebühren. Einen vergleichbaren Haushalt direkt in Fladnitz kostet es aber nur 536,19 Euro", macht Grosz die eklatanten Unterschiede anhand eines Beispiels anschaulich. Dieses Missverhältnis wäre zu verstehen, wenn auf der Alm weiterhin eine eigene Kläranlage bestünde, so Grosz. Da aber nun alle an einer Kläranlage hängen, verhalte sich die Situation anders. "Die Gemeinde soll eine einheitliche Gebührenordnung schaffen", fordert Grosz. Das möchten auch die betroffenen Almbewohner: "Die Gebühren sind für manche schon existenzgefährdend", stellt einer fest.












