Der Polizist, der aus dem Kinderzimmer kam
Seit Mittwoch hat die Polizei Verstärkung: Wurden doch in Ratten bei einem Informationstag 50 Mädchen und Buben zu Kinderpolizisten.

Foto © APAAlles wurde von den Kids genau inspiziert, auch die Polizeiaautos
Die eine Kleine legt sich das Sturmgewehr auf die Schulter, die andere steckt sich die Glock in die vordere Jeanstasche und grinst. Ein Knirps schwingt sich derweil auf die Polizeimaschine und keiner sagt was. Achtung, das sind doch Kinder! Die haben Waffen!
Die Polizisten, die doch da sind, rühren kein Ohrwaschl. Nein, sie reden den Kindern noch gut zu. Naja, sind ja auch keine "normalen" Kinder, sondern Kinderpolizisten in Ausbildung. Während sie am Mittwoch die Polizeiarbeit noch in verschiedenen Stationen studierten, haben sie heute ihr Diplom schon in der Hand.
Rotes Kreuz und Feuerwehr.
50 Mädchen und Buben waren es, die am MIttwoch in Ratten die volle Aufmerksamkeit der Polizisten einforderten. Auch Rotes Kreuz und Feuerwehr stellten sich im "Ausbildungslager" ein, zeigten den Kindern die Einrichtungen im Rettungs- und Feuerwehrwagen. Organisiert hatte die Aktion "Kinderpolizei" die Polizeiinspektion Ratten, eingeladen worden waren Kinder der Volksschulen Rettenegg, Ratten, St. Kathrein/Hauenstein, Falkenstein und Fischbach.
Spurensuche.
Und was gibt es da alles zu sehen. Christian Schiester, Polizist in Ratten, etwa spielt mit dem Kindern CSI. Fingerabdrücke von einem Glas werden abgenommen, Schuhabdrücke verglichen. Dass am Ende jedes Kind mit einem schwarzen Zeigefinger herauskommt, hatte den Grund, dass sie ihre Kinderpolizisten-Urkunde mit Fingerabdruck unterschrieben.
Wie schwer so eine Radarpistole ist, lernen sie bei Josef Eggbauer kennen. Bald schon stöhnt ein Bub unter dem Gewicht des Apparates, während ein Mädel petzt: "Schau, der kommt ohne Licht daher!".
Neugierde.
Beim Rettungswagen werden Kinder, denen eigentlich nichts fehlt, "erstversorgt", während die Mini-Feuerwehrleute nebenan genüsslich Wasser pumpen und die Feistritz wässern. Gleich davor stellen sich die Kinder in Reih und Glied an, um die Polizeimaschine zu erklettern.
Um schließlich zu den Waffen zu gelangen. Ja, sie dürfen Pistole und Gewehr ausprobieren. Sind sie doch ungeladen. "Das stillt die Neugierde, ohne dass ihnen etwas passieren kann", sagt Polizist Karl-Heinz Gruber. Und hilft der Kleinen, das Sturmgewehr zurecht zu rücken.












