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Sonnenblumen im Tank

Der Maschinenring Oststeiermark stellte österreichweit erstmals einen Sonnenblumenöl-Traktor in Dienst. Das Land förderte das Pilotprojekt.

 
Wenn einem in der Oststeiermark Schnitzelgeruch in die Nase steigt, muss dieser nicht unbedingt vom nächstgelegenen Gasthaus stammen. Seit Sonntag verfügen die Traktorgemeinschaften des Maschinenrings Oststeiermark über einen mit Sonnenblumenöl betriebenen Traktor - ein Pilotprojekt, um in der Landwirtschaft den Gebrauch fossiler Energieträger weiter zu reduzieren.

Anbau. Schon bisher liefen einige Traktoren mit Pflanzenöl - mit Rapsöl. "Der Anbau von Sonnenblumen ist aber nicht so aufwändig", sagt Kurt Tauschmann von der Traktorgemeinschaft. So brauche man für Raps mehr Dünger und Pflanzenschutzmittel. "Der Einsatz von Sonnenblumenöl ist ökologisch gesünder. Außerdem werden bei uns eher Sonnenblumen angebaut", fügt Tauschmann hinzu. Um die optimale Ölqualität zu erreichen, wird mit der technischen Versuchsanstalt Wieselburg kooperiert.

Unterstützung. Das Land Steiermark unterstützt das Pilotprojekt. Bei der Übergabe der Zugmaschine freute sich Landesrat Johann Seitinger: "War früher fast ein Drittel des Ertrages der Anbauflächen für das Futter von Zugtieren notwendig, so könnte künftig der Ertrag von fünf Prozent der Flächen für die Bewirtschaftung reichen."

Erfahrungen. Durch den Einsatz in der Oststeiermark sollen in den nächsten drei Jahren Erfahrungen gesammelt werden. "Wenn der Test erfolgreich verläuft, ist geplant, den Traktor in Serie zu produzieren", sagt Markus Bierbauer, Geschäftsführer von Fendt-Bierbauer in Markt Hartmannsdorf.

Ohne fossile Brennstoffe. Ganz ohne fossile Brennstoffe geht es aber nicht. Um den Motor des Traktors auf Betriebstemperatur zu bringen, muss weiterhin auf Diesel zurückgegriffen werden. Danach schaltet der Traktor automatisch auf den Pflanzenöltank um. Vor dem Abstellen muss dann wieder auf Dieselverbrauch gewechselt werden.
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