Binder+Co bereitet sich auf Ost-Expansion vor
Kapitalaufstockung und Akquisitionen des Gleisdorfer Unternehmens möglich.

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Der oststeirische Maschinenbauer Binder+Co, dessen Mehrheitseigentümer Waagner-Biro 2008 weitere bzw. alle Anteile angeben will, hat im ersten Quartal 2007 die gute Performance von 2006 fortsetzen können: Der Umsatz konnte um 57 Prozent auf 11,6 Millionen, das Betriebsergebnis (EBIT) von 0,02 auf 0,94 Millionen Euro gesteigert werden. Die strategische Ausrichtung heißt Expansion in Zentral- und Osteuropa bei einem weiteren soliden Umsatzwachstum zwischen fünf und zehn Prozent. Dafür seien auch Akquisitionen und eine Kapitalerhöhung angedacht, erklärte Vorstand Karl Grabner am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Graz.
Gewinne. Zuwächse konnten im größten Segment, der Aufbereitungstechnik, aber auch in der Verpackungstechnik erzielt werden. Lediglich in der Umwelttechnik fiel das EBIT wegen geringerer Deckungsbeiträge in Folge verschärfter Konkurrenzsituation im Ostgeschäft leicht negativ aus. Der Cash Flow konnte bereinigt von 0,26 auf 1,79 Millionen Euro angehoben werden. Die Eigenkapitalausstattung liegt mit 39,9 Prozent etwas über dem Wert von 2006, gestiegen ist auch die Mitarbeiterzahl (214).
Investoren gesucht. Wie Grabner sagte, wolle man sich "interessant machen für Investoren". Ende 2006 waren vom Mehrheitseigentümer Waagner-Biro, die dem Industriellen Herbert Liaunig gehört, weitere 37 Prozent an der Börse platziert worden. 11 Prozent davon hat sich der Kärntner Investor Wolfgang Auer von Welsbach (AvW Gruppe AG) gesichert. Das Going-Public findet aller Voraussicht nach 2008 seine Fortsetzung: Ob Waagner-Biro die verbliebenen 51 Prozent in Tranchen vollständig angegeben wird, sei noch nicht sicher, so Grabner. Positiv für die weitere Expansion in Zentral- und Osteuropa ("Wir glauben an diesen Markt") sei die binnen Fünf-Jahresfrist eingeräumte Möglichkeit einer Kapitalaufstockung über die Begebung junger Aktien. Auch an Akquisitionen sei gedacht. Derzeit sei man beim Aufbau von Managementkapazitäten im eigenen Haus.
Glas. Große Chancen sieht der Vorstandschef in der Nutzung des Wachstums in der Eisen- und Stahlindustrie Asiens und im Ausbau der Technologieführerschaft im Glasrecycling und in der Aufbereitungstechnik. Beim Glasrecycling sei es gelungen, die eine Sensorgeneration, die hitzebeständiges Glas erkennen und aussortieren kann, in Serie zu bringen, bei Mineralien und Abraum würden die optische Sortierung etwa bei Diamanten, Nickel oder Talkum neue Effizienzgrade versprechen.












